Funny Quicky

Two and a Half Men: Season 9. Ich schau die Serie eigentlich nicht. Sporadisch zwischendurch ist’s schon mal passiert, dass ich Folgen mitbekommen hätte, aber eigentlich schau ich die Serie nicht. Aus dem gleichen Grund, aus dem ich Family Guy nicht schaue, aber durchaus schon mal geschaut hatte: Es ist Comedy Comfort Food. Man kann sich, wenn einem total langweilig ist, man gleichzeitig aber keine Motivation dazu hat, irgendwas zu machen, einfach aufs Sofa fläzen und sich von Beschallen lassen. Auch wenn beide Serien eigentlich nicht wirklich… witzig sind. Season 9 ist nun die Staffel ohne Charlie Sheen, mit Ashton Kutcher. Da war ich mal interessiert, nicht nur, weil der Herr Kutcher die ersten zwei Folgen viel nackend verbringt.

Ich muss sagen, ich fand es ganz nett, habe sogar die ganze Staffel gesehen. Sagt, was ihr wollt, aber Ashton Kutcher hat tatsächlich Charisma. Während ich weder Charlie Sheen noch Charlie Harper je Sympathie entgegen bringen kann, ist das mit Ashton/Walden ganz anders, nicht nur weil er Männermodel ist. Und eine Freundin mit britischem Akzent lacht er sich auch noch an, wie goldig. Ob sein Charakter wirklich dauerhaft in der Serie funktioniert, die so um den ganz anderen Sheen-Charakter gebaut ist (wobei es natürlich eine gute Entscheidung war, Kutchers Rolle ganz anders anzusetzen), sei mal dahin gestellt. Aber ich fand die Staffel soweit sogar ganz nett, obwohl man manchmal das Gefühl bekommt, die Macher wüssten nicht so ganz, wohin sie sie nun lenken sollen.

How I Met Your Mother: Season 7. Die erste amüsante Folge der Staffel? Erst Nummer 3. Und dann, in selbiger Folge, bandelt Ted mit seiner Bäckerin-Ex an, die kurz vor der Heirat steht. Und ich will schreien. Doch nein, sie lässt sich nicht drauf ein, rät ihm aber, dass Robin diejenige welche für ihn ist. Und ich will wieder schreien. Es ist Tante Robin, es ist nicht Eure Mutter. Die beiden gehören nicht zusammen. Sie und Barney? Ja. Sie und Ted? Nein.

Das ist überhaupt der Aufhänger der Staffel: Barney heiratet. Die Staffel ist ein großer Flashback zu dem, was dahin führte. Denn Robin entdeckt ihre Gefühle für Barney wieder, während Barney mit What’s-Her-Face aus der vorigen Staffel eine ernste Beziehung eingeht. Wer ist also die Braut? Das ist die große Frage der Staffel, aber wir wissen doch alle von der ersten Folge an, dass er nicht mit Irgendeiner zusammenbleiben wird, sondern irgendwie mit Robin endet (das wie und warum, dafür ist sich die Staffel dann doch zu schade, endet dahingehend mit einem Cliffhanger, zeigt die letzten zur Hochzeit führenden Puzzleteile nicht). Wozu aber die Handlung in einer Comedy überhaupt so ernst nehmen, nicht? Tja, weil HIMYM nicht mehr wirklich witzig ist und sich viel zu sehr um die Beziehungsirrungen schert, die ehrlich gesagt einfach nur noch saudämlich sind. Robin liebt Barney, Barney ist in einer Beziehung. Dann ist Robin auch in einer und beide schlafen miteinander. Barney liebt Robin, doch Robin bleibt in ihrer Beziehung. Robins Beziehung endet. Ted will Robin, doch Robin liebt Barney noch, der aber schon in einer neuen Beziehung steckt. Christ on a cracker.

Wie häufig will ich wirklich noch sehen, dass Ted mit der einzig Wahren anbandelt und doch wieder auseinandergeht, die Hoffnung aufgibt und doch wiedergewinnt, wie häufig Barney und Robin sich verpassen lassen, Marshall und Lilly sich Sorgen machen, dass sie nicht ernsthafte Erwachsene sind, obwohl sie eine Familie gründen wollen? Die Antwort: Gar nicht mehr. Ich bin es leid. HIMYM, du warst mal so frisch, so witzig, so charmant. Wo ist all das geblieben? Seit wann so durchschnittlich? Ein wenig vom Charme scheint manchmal durch, aber es ist selten geworden.

Der erste richtige Lacher der Staffel – also wirklich so richtig, nicht schmunzeln, nicht Hehe, sondern wirklich gelacht – nie wirklich passiert.

Auch bei der Big Bang Theory Season 5 steht eine Hochzeit an, nämlich die von Howard, der zudem von der NASA ins All geschossen werden soll. Und natürlich ist Lennards und Pennys On-Off-On-Off Beziehung mal wieder auf On, dann aber auch wieder auf Off und… ach wer interessiert sich schon noch für die beiden?

Die Serie hat sich imho weder gebessert noch verschlechtert, ist ganz niedlich und natürlich stielt der Charakter des Sheldons allen die Show, jetzt mit Unterstützung seiner Freundin. Klar, eigentlich kaut uns die Serie auch nur die seit zwanzig Jahren gleichen Nerd-Klischees vor, aber eben auch eine charmante Insider Art und Weise, statt fies zu sein. Und so ganz aus der Luft gegriffen sind eben jene sowieso nicht. Die Serie bleibt ganz nett soweit, große Sprünge hat sie sowieso noch nie gemacht.

Was mir aufgefallen ist, so drei Comedy-Seasons back to back zu schauen, ist, wie austauschbar und formelhaft sie doch sind. Drei Serien mit unterschiedlichen Setups und doch könnten viele der Witze aus jeder davon stammen. Das macht mir glatt ein wenig Angst davor, mit Cougar Town Season 3 loszulegen.

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