Final Fantasy XII

Sodala, ich hab jetzt mal das zwölfte Final Fantasy erneut gespielt. Nach 42 Stunden war jetzt Schluss, gute 10 weniger als bei meinem ersten Durchgang vor sechs Jahren. Weil ich diesmal weniger von den eh wenig interessanten Mob Hunts gemacht habe.

Dass das Spiel eine etwas holprigere Entstehungsgeschichte hatte, weiß ja wohl mittlerweile jeder. Zuerst unter Yasumi Matsuno gestartet, der den umstrittenen Kultfavoriten Vagrant Story, sowie die viel gelobten Final Fantasy Tactics und Ogre losgetreten hat. Doch fertig wurde er mit dem Spiel einfach nicht, weswegen er dann irgendwann aus „gesundheitlichen Gründen“ gegangen wurde und stattdessen der für die eher wenig beliebten Final Fantasy II und SaGas bekannten Akitoshi Kawazu auf den Direktionsstuhl landete, um das Ding schnell zusammen zu schnüren und in die Regale zu bringen. Das würde auch erklären, warum das Spiel viele interessante Ansätze bietet, draus aber wenig macht, teilweise eben unfertig wirkt.

Die Handlung geht weg vom Teenie-Drama, Liebesromanzen und das Deus Ex Machina zu suchen, um den Magical Pretty Boy zu besiegen. Stattdessen haben wir weitestgehend erwachsene Charaktere in einem ernsten Kriegsszenario. Abgesehen natürlich von Vaan und Penelo, die aber eh so wenig von Wichtigkeit zu sagen haben, dass sie nicht die Hauptcharaktere sind. Sicher, steuern tun wir Vaan (zumindest in den Städten, im Kampfgeschen können frei drei der sechs Gruppenmitglieder gewählt werden), aber die Geschichte dreht sich um Ashe, die versucht ihr Königreich zu befreien und Basch, der gefallene Ritter, der seinen Namen rein waschen will. Kein Wunder, war doch Basch derjenige, den Matsuno ursprünglich als Spielercharakter auserkoren hat, Vaan kam dann erst später dazu, weil in einem modernen JRPG muss man doch einen entweder angsty oder mit wenig Hirn gesegneten Teenie-Jungen steuern.

So interessant das Ausgangskonzept der Handlung zunächst auch sein mag, die ersten Spielstunden super die Weichen für ein verzwicktes Kriegsepos legen mag, so passend wie das professionelle Voice Acting und der Shakespearean-English Wortlaut des Scripts ist… umso mehr vergisst das Spiel in der zweiten Hälfte, dass es ja was erzählen wollte. Bereits (oder erst) nach 10 Stunden kann man sich so richtig frei in der Welt bewegen, doch ab da an führen die großen Wegdistanzen auch dazu, dass die Story-Cutscenes entsprechend auseinander liegen. Ab der Hälfte dann, werden jene immer weniger, ihre Aussage immer vager. Es hilft nicht, dass man immer irgendwie nie dort ist, wo die wichtigen Sachen passieren oder entschieden werden, stattdessen haben wir einen Cut zu den wirkliche Drahtziehern der Handlung, während die Heldentruppe gerade mal wieder auf dem Weg war Shiny Trinket XYZ aus einer Ruine zu holen, die erst nach dem Gang durch drei weitere Gebiete erreicht ist. Es kommt einem so vor, als würde man so neben der Handlung her laufen. Außerdem fehlt es den Charakteren doch etwas an Emotion, Melodrama will ich ja gar nicht, aber sie wirken doch oft sehr bieder und reagieren sehr zurückhaltend auf das Geschehen, auch finden wir über ihre Persönlichkeit kaum etwas heraus, wordurch auch die Fellowship-Sache, die rein gebracht wird, eher abflacht, da wir die Freundschaft zwischen ihnen nie wirklich sich aufbauen erleben.

Was das viel gescholtene „Spielt sich selbst“-Kampfsystem ganz aus WRPGs entnommen angeht… hab ich damit grundsätzlich eher weniger Probleme. Die Gambits sind so eine „if, then“-Sache. Sprich ich programmiere mir sozusagen die KI der Gruppe, in dem ich ihnen Sachen sage wie „Unter 80% HP = Vitra“, „Gefährte tot = Engel“, „Gefährte Blind = Medica“, „Selbst = Hast“ oder „Gegner Gruppenführer = Angriff“. In den oben genannten Fällen würde das heißen, dass kein Gegner angegriffen wird, außer derjenige, mit dem sich der Gruppenführer gerade prügelt, Tote sofort wiederbelebt, automatisch geheilt und immer Hast aktiv auf sich selbst gehalten wird. Wobei sie nach dem höher = vorrang Prinzip laufen. Stell ich „Gegner Gruppenführer = Angriff“ höher als „Selbst = Hast“, wird Hast nicht gesprochen, solange der Gruppenführer noch angegriffen wird, stell ich es aber andersrum, wird es beim Auslaufen automatisch aufgefrischt, auch wenn wir uns noch im Kampf befinden.

Eigentlich ist das Spiel nach den ersten paar Spielstunden recht einfach. Zumindest wenn man die 3 Liebliengscharaktere wählt und nie die anderen einsetzt, so wie ich. Durch die normale Reise durch die Gebiete hatte ich so immer genug EXP um auf einem guten Level zu sein, Lizenzpunkte fürs Brett und Items zum Verkauf für die aktuelle Rüstung. Ach ja, Geld gibt es nicht mehr, Gegner hinterlassen nun Items, die nix bringen, außer sie verkaufen zu können… also identisch zum direkt Geld kriegen, nur mit einer Zwischenstation sind. Und das Lizenzbrett stellt man sich halt am Besten wie das Sphärobrett in Final Fantasy X vor oder das Mantrabrett in Digital Devil Saga, nur das Statusupgrades hier von den Leveln diktiert werden, dafür auf dem Brett neben Magien und Fähigkeiten auch die Rüstungen frei geschaltet werden müssen, bevor sie genutzt werden können.

Allzu viele Gambits brauchts fürs Bestehen der Hauptstory auch nicht. Ganz oben Tote heilen, darunter TP heilen, ganz unten alle auf den gleichen Gegner prügeln. Dazwischen für Bosse mal ein paar Bufferneuerungen einplanen und wenn es im Gebiet Zustandsveränderungen gibt, entsprechende Heilgambits einplanen. Easy as this. Zumal fast alle Gegner leicht genug zu physischen Attacken fallen und man sich die MP eben für heilende Magien und Buffs spart (sobald man die MP-Support-Lizenzen hat, braucht man eh kaum bis gar nicht mehr Items werfen, da sie sich so schnell regenerieren). So wirklich ein perfekt abgestimmtes Team mit genau ausgeklügelten Gambits braucht es nicht im Hauptspiel, wenn man die fordernderen der optionalen Mob Hunts nicht machen will, eine Sidequest-Line, die dem Spiel gut weitere 100 Stunden aufdrücken kann, wenn man will.

Das einzige, was ich am Gambit-System eigentlich nicht so mochte ist, dass es wirklich etwas dauert, bis man Dinge freischalten kann, die von Anfang an ganz nett wären, es also dauert, bis es wirklich schön wie ein Uhrwerk ineinander greift. Und ja, zumindest bei den längeren Bosskämpfen ist es manchmal doch etwas dröge 10 Minuten passiv zuzusehen, wie das Spiel sein eigenes Ding macht. Ansonsten hatte ich allerdings echt wenig Probleme mit der Automatisierung des Kampfgeschehens.

Eine Sache, die Final Fantasy XII allerdings mal so richtig gut macht, ist Weltdesign. Während in vielen anderen JRPGs die Orte häufig nur wie hübsche Bühnenbilder für ein Theaterstück wirken, nehm ich dem hiesigen Ivalice durchweg ab, dass es eine lebende, atmende Welt ist. Die Distanzen sind einfach enorm. Wenn man nach besagten 10 Einstiegstunden alle Charaktere zusammen hat und sich endlich wirklich frei bewegen kann, soll man als nächstes in ein Königsgrab. Nur ist der Weg Dalmasca > Wüste A > Wüste B > Königsgrab eine wirkliche Reise. Es braucht häufig gut eine halbe Stunde, bis man ein Gebiet durchwandert hat, wenn man nicht gerade schnurstracks läuft und allen Gegnern ausweicht. Sicher, für einen straffen, stringenten Handlungsverlauf sorgt das nicht gerade, aber als Welt an sich ist das toll. Eben Offline-MMORPG-esque, wie so häufig erwähnt. Ich fand es immer interessant, neue Gebiete und Ruinen zu entdecken, die neue Flora und Fauna zu sehen. Erneut zumindest in der ersten Hälfte, dann wurden mir die Wege vielleicht doch etwas zu lang, das Geschehen zwischen den Reisen zu dünn. Auch wirkt der Verlauf ab dem Weg zum Megakrish doch bestechend zusammengewürfelt… als hätte man gewisse Gebiete bereits fertig gehabt, das Spiel schnell in die Regalen bringen müssen und so halt schnell alles fertige hintereinander gehängt und die finalen Handlungssequenzen drauf verteilt.

Hilft natürlich, dass das Spiel einfach enorm gut aussieht. Sowohl vom Design her als auch von einer technishen Seite. Zu gut für die PS2 teilweise, denn das Kantenflimmern ist an einigen Orten doch sehr stark. Ich muss sagen, dass mir hier die Ingame Grafik sogar besser gefallen hat als die glatten FMVs, in denen alle wie Manequins aussehen. So gut sieht das Spiel an sich schon aus. Ich fänd ein HD-Rerelease hier echt mal richtig interessant, um das Kantenflimmern zu drosseln und die großen Gebiete noch freier wirken zu lassen, in denen die mit Ladezeiten versehene Abschnittunterteilungen in ihnen fallen. Viel mehr muss man gar nicht machen, um es auch heutzutage noch gut dastehen zu lassen.

Was aber absoluter Blödsinn ist, sind die Schatztruhen im Spiel. Sie tauchen zu X% auf, haben dann zu Y% Geld oder Items drin und bei Items zu Z% entweder was Gutes oder Müll. Am besten macht man es so wie ich und versucht gar nicht erst, die möglichen guten Sachen zu bekommen, sondern grast alle Standpunkte ein mal ab, nimmt was drin ist und lässt es dann gut sein. Spezifische Gegenstände zu sammeln, auch wenn es einem momentan ganz schön weiter helfen könnte, ist den Kopfschmerz nicht wert, wiederholt mehrere Screens zurück zu gehen, damit Truhen respawnen – wenn sie denn überhaupt spawnen – inklusive Gegner erneut dazwischen.

Und wie hat mir nach den über Zwölftausend Worten denn Final Fantasy XII nun eigentlich gefallen? 2006 kam ich zum Schluss, dass es mittelmäßig ist, weder besonders gut noch besonders schlecht ist. Erneut gespielt und wissend, was da auf mich zu kommt, kann ich die Sachen, die FFXII gut macht oder zumindest vielersprechende Ideen mäßig umgesetzt präsentiert, viel besser erkennen, stören mich die Unzulänglichkeiten etwas weniger. Ein Must Have PS2-RPG ist es immer noch nicht, auch wenn es Weißgott das Potential dazu hatte. Gerade wegen der schwächeren zweiten Hälfte würde ich es doch wohl als überdurchschnittlich aber noch nicht gut festsetzen.

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8 Kommentare

  1. Jillia

     /  20. März 2012

    Was habe ich mir damals einen Stress wegen den blöden Kisten gemacht und diesem System von Tank, Heiler und DD, was ja aut Lösungsbuch die ultimative Truppe ist.
    Muss es auch nochmal irgendwann spielen. Aber Skyrim hält mich momentan noch immer ziemlich gefangen :-)

    Antwort
    • Ja das Lösungsbuch gibt viele recht unnütze Kommentare. Den Vorschlag, die Truhen abzugrasen, bis die tollige Waffe drin ist, ist genauso unnötig, wie ein spezialisertes Team zu haben oder sich das Reserveteam ebenfalls hoch zu züchten. Und zu den Mob Hunts rät es einem ja auch gern mal früher, als sie machbar sind :D

      Antwort
  2. Final Fantasy XII befindet sich immer noch im Stapel der nicht durchgespielten Videospiele. In diesem Stapel befindet sich auch das nervige FF8, doch im Gegensatz zu diesem ist der zwölfte Teil eigentlich ganz nett.
    Eigentlich, denn ich verlor irgendwann bei einem Schrein komplett die Motivation. Manchmal ist das bei mir so, dass ich Spiele mittendrin abbreche, obwohl ich rein theoretisch keinen vernünftigen Grund nennen kann. Manchmal habe ich so Phasen. Leider ist meine PS2 nur noch Schrott und zu allem Überfluss habe ich (fast) die gesamte Handlung vergessen. Zumindestens letzteres ist auch bei Baten Kaitos geschehen und ich habe nun wirklich nicht so die Motivation alles erneut durchspielen zu müssen. Rollenspiele können ja dementsprechend sehr lang sein. Aber ich bin nun einmal selbst Schuld und da muss ich wohl durch. Vielleicht reicht es aber auch, wenn ich eine Zusammenfassung bis zum Stillschrein lese, denn ich kann mich bruchstückhaft an FFXII erinnern. Ich hoffe das wird reichen.

    Das Kampfsystem ist soweit in meinen Augen gelungen. Ich hätte ebenfalls ganz gerne von Anfang an alle Gambits gehabt, um diese taktisch in einem Kampf einsetzen zu können, ohne vorher sie in irgendwelchen Kisten suchen zu müssen. Ebenso dämlich finde ich die Regel, dass man nur an eine bestimmte starke Waffe kommt, wenn man bestimmte Kisten NICHT öffnet. Woher soll man bitte das vorher wissen?
    Ich erinnere mich leider nicht mehr so wirklich an die Landschaften. Es gab da halt diese Stadt, eine – meiner Meinung nach – verdammt nervige Wüste, noch eine Wüste, irgendwelche Minen mit Stromkabeln (bei denen man Basch bekommen hat), einen leider etwas enttäuschenden Wald mit einem Walddrachen (den ich bis heute nicht geschafft habe – unter anderem wegen seinem Pollensturm, aber zum Glück kann man den Boss mit einem Trick umgehen), eine Kanalisation und ein Gebiet mit Trocken- und Regenzeiten. Mehr nicht. Oder ist das schon viel?
    Ebenso kann ich mich kaum noch an die Charaktere erinnern. Sicher, Basch ist interessant, Balthier irgendwie auch und Vaan nervig. Aber der Rest? Keinen blassen Schimmer. Übrigens, bei deiner Aussage „[…] oder mit wenig Hirn gesegneten Teenie-Jungen steuern.“ musste ich spontan an Tidus denken. XD Dämlicher Volltrottel. Bin froh, dass er am Ende des Spiels verschwunden ist. Leider lebten Wakka und Yuna noch, aber man kann schließlich nicht alles kriegen, hm?^^
    Ich merke irgendwie wieder mal, dass mich nur der neunte Teil bisher von den 3D-Final Fantasy begeistern konnte. Den siebten Teil habe ich noch nicht gespielt und der zwölfte Teil ist – wie bereits erwähnt – nur gut, sofern ich es natürlich beurteilen kann. Wie findest du FF9?
    Irgendwann werde ich mich noch einmal ransetzen. Aber erstmal sind Terranigma, Baten Kaitos und Last Story dran. Nach FF12 werde ich wohl mit Opoona, Paper Mario und Vagrant Story weitermachen, aber das ist größte Utopie. Allerdings will ich diese Spiele endlich auch mal durchspielen.
    Ähm… ich bin wieder mal vom eigentlichen Thema abgekommen. Hoffe, es stört nicht.^^‘
    Eine Anmerkung muss ich noch machen: Mich hat der Soundtrack enttäuscht. Sicher, schlecht ist er nicht, aber richtig gut ist der leider nun wieder auch nicht. Höchstens das Boss Theme und Clash on the Big Bridge konnten überzeugen. Dabei ist letzteres sogar nur ein Arrangement vom gleichnamigen Track aus dem fünften Teil. Wie stehst du eigentlich zum fünften Teil?

    Antwort
    • Oh, ich hab das ständig, dass ich Spiele mittendrin abbreche und dann nach Ewigkeiten nicht weiter mache, weil ich von vorn beginnen müsste, da ich alles vergessen habe. Teilweise aus allgemeinem Motivationsmangel, oder weil ich ein interessanteres anders Spiel angefangen und das vorige dann vergessen habe, oder weil das Spiel mir nicht so gefällt, ich mich eigentlich aber durch beißen wollte, dann aber doch nicht tat.

      Ah, die Doxa Lanze. Die hab ich beide Male geholt, aber so wirklich wichtig ist es in den modernen FFs ja eh nicht, mit dem stärksten Equip auftrumpfen zu können, man kommt ja auch ohne durch. Zumal die Lanze das vielleicht gar nicht ist, sie hat zwar den höchsten Angriff, dafür dann aber auch gleich null Reflex-Wert.

      Frag mich nicht wie, aber schwöre Stein und Bein darauf, dass ich den Walddrachen damals 2007 beim ersten Durchspielen direkt gemacht habe. Diesmal war der für mich allerdings auch unmöglich und ich habe ich dran vorbei geschlichen und ihn erst im späteren Spielverlauf erledigt.

      Final Fantasy IX ist ziemlich gut, ich hab den damals sehr genossen. Ich müsste den unbedingt mal wieder spielen, ist ja jetzt auch schon über 10 Jahre her. Ich weiß nur nicht, ob mir da mittlerweile die Ladezeiten nicht zu heftig und die Kämpfe zu lahm sind. Das Problem haben rückwirkend viele PSX-RPGs und FFIX soll da besonders extrem sein.

      Ah, Opoona. Das ist so süß und knuffig. Leider bekomm ich übelst Motion Sickness von D: Vagrant Story ist so ein Spiel, das für mich unter die Marke „konzeptionell super interessant aber spielerisch zu unnötig verkompliziert“ fällt. Ich hab mich nie mit den tausend Finessen im Gameplay anfreunden können.

      Final Fantasy V… ebenfalls so lang her xD War ganz nett, das Job-System ist ja in Final Fantasy eigentlich immer sehr launig. Wenn ich mich recht erinnere, hat es viel mehr aber auch nicht zu bieten: Spaßiges Gameplay über alles andere.

      Ich sollte echt ältere FFs mal wieder spielen, bei den meisten davon ist es so lang her, dass ich kaum noch was weiß xD Aber da sind dann immer noch die tausend andere Spiele im Backlog, die ich noch gar nie gespielt habe, zu den tausend, die angespielt aber nie beendet wurden, wenn ich dann auch noch alle erneut spielen wöllte, die so lang her sind, dass es mal einer Auffrischung bedürfte… D;

      Antwort
  3. Tja, der Backlog ist ein typisches Erste Welt-Problem. XD Ich kenne zumindestens keinen Spieler, der keinen hat. Ich beneide auch immer die Personen ein bisschen, die ein Spiel einfach so aus dem Handgelenk durchspielen können, ohne viel Zeit zu investieren. Klar, genießen möchte man die Spiele, aber ich brauche immer viel zu lange.^^

    Hmm… ich kann mich nicht an Ladezeiten erinnern. Ich meine, dass es da gar keine gab, denn sonst wäre es mir ja aufgefallen. Kann mich da aber auch täuschen oder es hat damit etwas zu tun, dass ich es auf der PS2 gespielt habe. Die Einblendungen der Gegner am Anfang eines Kampfes haben hingegen schon ein klein wenig den Spielfluss und Dynamik gestört, aber negativ blieb mir das nicht in Erinnerung. Aber gut, FF9 gehört mit zu meinen Lieblingsspielen und ich glorifiziere eventuell das Spiel auch ein wenig zu sehr.
    Verliebt habe ich mich übrigens in den Soundtrack des Spiels. Ich bin sogar soweit gegangen, dass ich mir die Soundtrack CD des Spiels besorgt habe. Für 50 Euro wohlgemerkt und bis heute habe ich keinen Cent davon bereut.^^ Normalerweise höre ich mir die normalen Battle Themes aus den Spielen schnell über, doch das aus FF9 gehört zu den wenigen Battle Themes, die ich mir immer noch gerne anhöre. Viele RPG leiden ja darunter immer dieselben, auf Dauer nervtötenden/öden Battle Themes zu verwenden, obwohl dem eigentlich recht einfach Abhilfe geleistet werden kann. Das Battle Theme von Felix aus Golden Sun 2 oder das aus FF6 kann ich zum Beispiel bis heute nicht mehr anhören, ohne davon angeödet zu sein. Positiv sticht da hingegen Mother hervor, besonders der dritte Teil, bei dem bei Gegnern immer unterschiedliche Tracks laufen. Ich weiß nicht, wieso viele JRPGs immer noch diesen Fehler begehen. Umso erstaunlicher ist es, dass mir FF9 immer noch in der Hinsicht gefällt.
    Ähm… jedenfalls ist mir allgemein der Soundtrack eines Spiels sehr wichtig und wenn mich dieser langweilen oder gar nerven sollte, bedeutet dies ein großer Minuspunkt für das Spiel.

    Opoona ist in meinen Augen ein unterschätztes Spiel, das mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Leider hat es aber auch zwei Punkte, die mich stören: Einerseits das Zeitlimit mit keiner Möglichkeit zur Flucht und die Unübersichtlichkeit der Karten. Gut, nicht jedes RPG muss Karten haben, aber allein die Städte sind verdammt groß/unübersichtlich und die misslungenen Karten helfen leider einem nicht wirklich. Teilweise musste ich echt 20 Minuten dafür verschwenden einen bestimmten NPC zu finden… Ich bin schon im wahren Leben orientierungslos – da muss ich echt nicht in einem Spiel dran erinnert werden.
    Naja, ich habe Vagrant Story auf dem Flohmarkt für 9 Euro erstanden und habe es bisher nicht angerührt. Ganz in Gegensatz zu Ape Escape, das ich damals mit Vagrant Story gekauft habe.
    Ich hoffe die „neue“ PS2, die ich bestellt habe, wird auch ankommen.
    Bei Baten Kaitos habe ich damals aufgehört, da mich das Kampfsystem nicht wirklich ansprach. Rein konzeptionell ist es interessant, aber die Entwickler hätten die Kämpfe ruhig ein wenig dynamischer, schneller gestalten können. Mir sind die Kämpfe einfach zu langwierig, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Außerdem fehlt mir auch hier die Möglichkeit jederzeit flüchten zu können. Klar, es gibt da eine spezielle Karte, aber bis man die auf der Hand hat…
    Bei Terranigma muss ich erstmal weiterhin trainieren. Ich glaube es reicht, wenn ich Hadeshexe sage…

    Um mich ein wenig zu motivieren und auch die Übersicht zu wahren habe ich mich bei Backloggery angemeldet und gleich Vecrix mitgeschleift. Das ist aber nicht ganz so aktuell wie jetzt meine Spielesammlungsseite auf dem Blog, aber so habe ich noch einen zusätzlichen Ansporn. Auch wenn es insgesamt 30 noch nicht durchgespielte Spiele sind… Dabei habe ich bereits Kandidaten wie Advance Wars und StarTropics fallengelassen, da ich diese eh nie durchspielen werde. Zum Glück ist es aber noch nicht ganz so schlimm wie bei Vecrix. XD
    Und ich schreibe mal wieder zu viel.^^‘ Tut mir Leid.

    Antwort
    • FFIX kaschiert seine Ladezeiten halt. Statt einen schwarzen „Now Loading“-Bildschirm zu Beginn des Kampfes einzublenden, wird halt erst fünf mal mit der Kamera in der Kampfarena hin und her geschwenkt, bevor man wirklich endlich was machen kann. Das ist sozusagen das Äquivalent zu Resident Evils „Tür öffnet“-Animation, die die Ladezeit des nächsten Raumes kaschiert. Das fiel einem in 2000 nicht auf, weil „Wow, sieht das super aus“ und weil halt viele 3D-RPGs auf 32bittern recht langsam waren. Heutzutage rückwirkend fällt sowas mehr ins Gewicht. Chrono Cross hätte ich nicht beenden können, wenn man den meisten Kämpfen nicht aus dem Weg gehen könnte, weil die so lahmarschig sind. Bei Persona, Persona 2 oder Final Fantasy VIII war es zumindest merklich. Legend of Dragoon oder Koudelka könnte ich so lahm, wie sie sind, gar nicht mehr spielen (kein Verlust, sind eh beides Nieten).

      Die Städte in Opoona sind extrem schlecht designt IMHO. Witzigerweise bekomme ich auch nur in ihnen Motion Sicknes, außerhalb gar nicht. In jedem anderen RPG wäre das also kein Ding, da man eh nur schnell in die Stadt geht, was einkauft und ein paar NPCs anlabert und nach fünf Minuten wieder in der Wildnis steht. Doch bei Opoona brauch ich ja schon fast eine halbe Stunde, bis ich überhaupt den NPC gefunden habe, zu dem ich hin sollte. Echt schade.

      Baten Kaitos hab ich in Ermanglung eines Cubes nie gespielt. Wobei mir Karten-Kampfsysteme eh eher nicht zusagen.

      So sehr ich Terranigma liebe, das mit der Hadeshexe ist wirklich ein Dick Move. Das Spiel ist die ganze Zeit lächerlich einfach und dann plötzlich muss man für eine einzelne Stelle grinden. Eh.

      Bei Backlog hab ich mich auch Zwecks Übersicht wahren angemeldet. Das Ding ist halt immer nur, dass ich auch viele Sachen nicht als Original spiele, einfach weil die Dinger out of print sind und es ja wurscht ist, ob ich da jemandem 2nd Hand auf Ebay Geld für in den Rachen werfe (am Besten dann noch bei so was wie Shadow Hearts, Valkyrie Profile etc. mehr für hinblättern muss, als mal der Neupreis war), oder gleich den Jack Sparrow mache, oder weil es eh nur per Fantranslation spielbar statt legal in Englisch erwerbbar ist. Nur die liste ich natürlich nicht als in der Sammlung/im Backlog befindlich. Dadurch kommen mir dann halt ständig auch Sachen „dazwischen“.

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  4. Der Durchgang war ja fix, aus irgendwelchen Gründen habe ich satte 80 Stunden drangesessen. Weiß noch, dass ich irgendwann zu schwach war und grinden musste (obwohl ich auch immer nur drei Charaktere benutzt hatte), und das gleich über die Mob-Hunts gemacht habe. Blieb wohl doch zu lange an denen hängen :D Über die Story war ich maßlos enttäuscht, die fing erst vielversprechend an, dann ging es irgendwann die ganze Zeit nur noch um diese dummen „Stones“, und am Ende wollten die da noch irgendeine Götter/Schicksalsgeschichte einflicken, bevor sie einem dann den finalen Dungeon aus dem Hut zaubern. Musik und Charakterdesign fand ich auch zu durchschnittlich. Aber das Gameplay hat’s echt rausgeholt, Final Fantasy XII kann man so einiges anlasten, aber nicht, dass es keinen Spaß machen würde.

    Verkauft hatte ich es dann damals trotzdem, insgesamt hatte ich mir schon mehr von diesem Teil erhofft und nach dem Abspann einen bitteren Nachgeschmack gehabt. Heutzutage würde mich ein Neudurchgang allerdings durchaus wieder reizen.

    Antwort
    • Ich find das Charakterdesign bei XII ein wenig… durchwachsen. Balthier, Bash und Fran, selbst Penela noch, sehen wesentlich besser aus, als Ashe und Vaan. Allgemein hat SE bei einigen Charakteren – vor allem Vaan und dessen Bruder – wieder das Problem, dass sie nicht so ganz „richtig“ aussehen wollen in den realistischeren 3D-Modellen gegenüber den Zeichnungen des Charakterdesigners. Einige Xer-Charaktere hatten das gleiche Problem (*hust* Tidus *hust*).

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