The Calling of the Grave

Ich lese Simon Beckets Bücher über den Dr. Hunter in der seltsamsten Reihenfolge, zuerst das dritte, dann das erste und nun… das vierte, Verwesung.

Diesmal wird unser britische Forensiker ins Dartmoor gerufen, wo ein Vergewaltiger drei Mädels vergraben hat, von denen allerdings nur eine gefunden wurde. Der Straftäter hat sich damals zu allen bekannt und ist nun bereit, die Beamten zu den anderen Gräbern zu führen. Behauptet er zumindest, ganz so einfach ist es dann natürlich doch nicht und schnell stellt sich der Eindruck ein, dass er gar nicht weiß, wo sie liegen.

Das Besondere daran ist, dass dies 8 Jahre in der Vergangenheit ist, kurz bevor Hunters Frau und Kind bei einem Autounfall ums Leben kamen. Zumindest der Anfang des Buches, nach einigen Kapiteln muss die Suche aufgegeben werden und wir springen in die Gegenwart, wo besagter Häftling aus dem Gefängnis geflohen ist und die ganze Angelegenheit sich wieder aufrollt.

Wie immer ist es natürlich interessant und spannend geschrieben, auch wenn ich das Gefühl hatte diesmal den flachesten Hunter zu haben, sowohl was das Buch an sich wie auch die Hauptfigur selbst angeht. Nach drei Büchern gibt es wahrscheinlich nicht mehr viel zu ihm zu sagen, aber gerade weil es eben noch zur Zeit spielt, als er mit seiner Familie vereint war, hätte man irgendwie erwartet, dass da etwas mehr kommt, aber letztendlich ist das Familienleben so gut wie gar nicht präsent. Und wer denkt, dass dadurch, dass er wieder ins Hinterland fährt, illustre Dorfbewohner wie im ersten Buch vorkommen, liegt auch falsch, Hunter kommt eigentlich nur mit Beamten in Kontakt, die am Fall beteiligt sind.

Auch konnte ich mir diesmal sehr früh sowohl denken, wer der wahre Mörder ist (weil das es der Sträfling nicht war, kann man sich ja von anfang an denken, das wäre schlicht zu einfach) und auch welchen Trick er verwendet hat, damit das Grab nicht gefunden wird. Kann natürlich auch einfach wie bei den Ace-Attorney-Spielen daran liegen, dass durch das ähnliche Schema der Geschichten man einfach mit der Zeit den Dreh raus hat, wie Becket seine Überraschungen dreht.

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