Silent Night, Deadly Night

Silent Night, Deadly Night hat nichts mit dem 10 Jahre früher erschienenen, ähnlich betitelten da auf gleichem Wortspiel basierenden Silent Night, Bloody Night zu tun. Es ist halt auch ein Slasher, der zu Weihnachten spielt, diesmal sogar mit mehr Bezug zum Festtag. Außerdem ist’s der erste Teil einer fünfteiligen Reihe, was bedeutet, dass ich schon weiß, was ich nächstes Jahr zu den Advents schauen kann :D

Billy hat die miserabelsten Eltern ever. Die picken sich doch ausgerechnet den Weihnachtsabend raus, um mit ihm den verrückten Großvater in der Anstalt besuchen zu fahren. Und der jagt ihm einen gehörigen Schreck damit ein, dass Santa Clause alle, die nicht das ganz Jahr über permanent brav waren (und wer ist das schon, außer Mutter Theresa vielleicht, und bestimmt nicht mal die), schrecklich bestraft. Auf dem Heimweg werden sie dann ausgerechnet von einem Dieb im Weihnachtsmannkostüm angehalten und seine Eltern umgebracht.

Billy und sein kleiner Bruder kommen also in ein Waisenhaus. Geleitet von Nonnen. Und Nonnen in Horrorfilmen sind bekanntlich immer fiese Schlampen, die den Kindern das Leben zur Hölle machen. Natürlich gerade auch Billy, der jährlich zur Weihnachtszeit zum Unruhestifter wird. Und das Sex die unbravste Sache der Welt ist, bläuen sie ihm auch noch ein, wo sie schon mal dabei sind.

Mit 18 beginnt Billy dann in einem Spielzeugladen zu arbeiten. Auch wenn ich mir nicht erklären kann, wie irgendjemand darauf kommt, es wäre eine gute Idee, den fürs Leben zu Weihnachten gezeichneten Jungen einen Job in einem Spielzeugladen zu verschaffen, wo es zur Weihnachtszeit überall Deko und Weihnachtsmänner zu sehen gibt. Billy muss sich sogar als einer verkleiden, der arme Kerl. Und als dann zur Betriebsfeier alle schön angeschickert sind und Billys Love Interest mit einem anderen Kerl im Lager die älteste und unbravste Sache der Welt ausüben will, dreht er durch und bringt die beiden um. Ihn, in dem er ihn mit einer Lichterkette erwürgt, was dazu führt, dass er am Hals blutet… ich bin mir ziemlich sicher, dass Strangulation so nicht funktioniert. Muss übrigens ein extrem Schalldichtes Lager sein, dass keiner der anderen Mitarbeiter, die Billy wo er schon dabei ist dann auch abmurkst, obwohl die ihm nie was getan haben, die Schreie von dem Weibsbild hört. Echt praktisch, dass so ein Spielzeugladen für Kinder echte, spitze Pfeile mit Metallkopf zu verkaufen scheint, da uns das einen weiteren kreativen Mord einbringt. Die 80er halt, damals hatte man noch keine Angst, die eigenen Kinder könnten sich ein Auge ausstechen.

Um die Weihnachtsfreude weiter verbreiten zu können, geht Billy nun, da ihm die Mitarbeiter ausgegangen sind, halt in der Nachbarschaft spazieren. Zum Glück macht ihm ein Weib, das gerade mit ihrem Freund rum gemacht hat, die Türe barbusig auf (ernsthaft, sie zieht sich extra eine Hot Pant an, die eh nicht mehr bedeckt, als die Unterhose, die sie eh an hatte, aber ein Shirt oder zumindest nen BH zieht sie nicht schnell über, um an die Türe zu gehen? Was für eine tolle Nachbarin!). Und da Möpse natürlich schlecht sind, bringt Billy sie um – in dem er sie an einem Geweih aufspießt! Der Freund, der die ganzen Schreie mal wieder nicht bis ins andere Zimmer gehört hat, darf durch die Fensterscheibe fliegen. Ein paar random Schlittenfahrer im Wald dürfen auch ihren Kopf lassen. Billy sucht sich seine Opfer echt nach einem seltsamen Muster aus.

Aber sein Morden hat einen Sinn, will uns zumindest eine der Nonnen erklären, obwohl sein Verhalten im Film auf alles andere hat schließen lassen. Und als nächstes geht er zum Waisenhaus, ist doch logisch. Dort schießt die Polizei dummerweise erst mal einen armen Pfarrer, der sich um die Kinder zu überraschen als Santa verkleidet hat, über den Haufen, bevor sie endlich Billy dran kriegen. Wie schade und plötzlich, man sollte meinen, Billy hätte zumindest vorher noch ein oder zwei von den fiesen Nonnen um die Ecke bringen können. Na ja, muss dann sein Bruder machen, um Billy zu rächen. Vielleicht im Sequel.

Silent Night, Deadly Night war ganz spaßig. Sicherlich ist es weitestgehend ein relativ durchschnittlicher Slasher, nur halt eben zur Weihnachtszeit, aber er ist relativ flott, es passiert immer was und die Morde beweisen auch ein wenig Kreativität, bevor Billy auf die langweilige Axt zurück fällt. Witzig auch die vielen Horror-Klische üblich total unrealistischen Zufälle und Dummheiten.

In dem Sinne, frohe Feiertage.

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2 Kommentare

  1. Dieser hier war mit Abstand der lustigste Artikel, den ich hier von dir gelesen habe. Dieser trockene Humor… ich muss immer noch über den ersten Satz im fünften Absatz lachen. Danke. =D

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