Pirates of the Caribbean: Part Un

Ah, eine weiteres Geldmaschine von Disney. Auch wenn dem nicht unbedingt so vorauszusehen war. Immerhin war das klassisches Abenteuer-Genre im Allgemeinen – ein kurzes Aufleben dank The Mummy evtl. mal abgesehen – und der Piratenfilm im Speziellen ziemlich tot. Einen entsprechenden Film, auch noch basierend auf einer Disney-Themenpark-Fahrt zu produzieren, hat bestimmt viel Überzeugungsarbeit benötigt, umso mehr, das als Großprojekt auf die Kinoleinwand zaubern zu dürfen, statt als schnelles Direct-to-DVD Ding. Gekannt habe ich bisher nur… ich möchte die ersten beiden sagen, doch vielleicht halluziniere ich das nur, denn beim erneuten Ansehen habe ich nicht eine Minute vom zweiten Teil wiedererkannt, also kannte ich vielleicht doch nur den ersten. Ach ja, und die überraschend launigen Porno Spoofs.

Der schräge Captain Jack Sparrow und die Kein-Liebespaar-aber-ineinander-verliebten Will Tuner und Elizabeth Swann bekommen es mit Captain Barbossa und seiner Untoten Crew zu tun. Sparrow, weil er der Captain der Black Pearl war, bis die Mannschaft gemeutert hat, und sie zurück haben will. Elisabeth ganz unfreiwillig als Entführungsopfer Barbossas und Will, um sie zu retten. Denn nach der Meuterei hat sich die Crew der Black Pearl an einem Aztekenschatz vergriffen und so einen Fluch eingefangen, der sie zu Zombiepiraten macht. Nicht sterben zu können mag schon ganz knorke sein, aber auch nichts mehr empfinden zu können dann doch nicht. Um den Fluch abzuwenden brauchen sie das letzte fehlende Goldstück des Schatzes und das Blut von Bill Turner oder dessen Nachfahren, was auch Lisbeths Entführung erklärt, hat sie doch sowohl Goldstück bei sich getragen, als sich auch als Miss Turner ausgegeben.

The Curse of the Black Pearl ist echt ein super Film geworden. So viele Einfälle, so viel Witz und Charme, so viel Action, es ist ein Bouquet an Unterhaltungswert. Natürlich allen voran Johnny Depp als Jack Sparrow, der immer etwas droht, allen anderen die Show zu stehlen und den Film zu überpowern, doch hier eindeutig gezügelt werden kann und gut mit den restlichen witzigen Ideen einhergeht. Will und Lisbeth mögen vielleicht etwas blass daher kommen, aber was kann man da schon erwarten, werden die Rollen doch von Orlando Bloom und Keira Knightley verkörpert. Die tolle Mischung macht den Film jedenfalls auch erstaunlich kurzweilig. Obwohl er über 2 Stunden lang ist, kommen keine wirklichen Längen auf – auch wenn die zweite Hälfte nicht ganz so rasant dahin gehen will, wie die erste Stunde, da es etwas arg viele Verkomplizierungen im finalen Handlungsverlauf gibt. Aber egal, The Curse of the Black Pearl ist wirklich Unterhaltung vom Feinsten.

Im zweiten Teil bekommen es die drei mit Davy Jones und seinem Fliegenden Holländer zu tun. Er ist’s nämlich, der Jack Sparrow zum Captain der Black Pearl gemacht hat und nun den Preis dafür einfordert. Lisbeth und Will werden – auch noch am Tage ihrer geplanten Hochzeit – da hinein gezogen, weil die Ostindische Handelsgesellschaft an Jacks Kompass will, um die Meere a la Davy Jones beherrschen zu können.

Tja, The Curse of the Black Pearl war ein enormer Überraschungserfolg und somit eine weitere Disney-Franchise geboren. Anstatt ein Sequel zu produzieren, filmte man sogar gleich zwei back to back, was natürlich bedeutet, dass Dead Man’s Chest mehr oder weniger mitten in der Geschichte endet. Und das, obwohl er erneut 2 Stunden 20 lang ist. Und hier merkt man die Länge schon deutlicher. Was wohl daran liegt, dass wenn man anschließend mal zurückblickt, im Film zwar viel passiert ist, aber im Film nicht viel enorm Handlungsrelevantes passiert. In einem anderen 2:20-Stünder wäre dies hier die erste Stunde, es wurde nur auf einen ganzen überlangen Film gebauscht. Doch das nicht ständig irgendwas passiert, um einen davon abzulenken, kann man nicht behaupten, wenn dies auch wiederum das ganze Konstrukt etwas fragmentiert und wirr erscheinen lässt, der Film schmeißt einem teilweise einfach etwas zu viel zu schnell entgegen. Das sich Jack und Lisbeth ein wenig zueinander hingezogen fühlen, um die Beziehung mit Will zu verkomplizieren, wirkt auch aufgesetzt. Und das Design der Crew des Fliegenden Holländers mit ihrem Seefrüchte-Thema ist auch irgendwie lächerlich.

Aber! Das ändert alles nichts daran, dass Dead Man’s Chest erneut ein einfach unglaublich unterhaltsamer Film randvoll mit Witz und Action und spektakulären Einlagen und tollen Effekten ist. So viel, wie er einem konstant entgegen wirft, kann die Angelegenheit einfach nicht langweilig werden.

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

2 Kommentare

  1. Jillia

     /  12. November 2011

    Ah, ich liebe Fluch der Karibik. Der Dritte baut leider schon ein wenig ab und das Ende fand ich schwer zu verstehen aber naja. Der Vierte Teil hingegen hat mich in jeder Hinsicht leider enttäuscht. Obwohl ich Orlando Bloom und Keira Knightley nicht wirklich mag als Schauspieler, fehlen sie im Vierten Teil leider doch. Sie bilden halt einen guten Gegensatz zu Jack bzw. ergänzen ihn. Aber schau ihn dir am besten selber mal an.

    Antworten
  2. Der erste Teil ist ein All Time Classic. Den kann man sich definitiv immer und immer wieder ansehen. Der zweite ist kein schlechter Film, aber irgendwie fehlt ein bisschen was…

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: