RE Afterlife

Die Milla Jovoviche attackieren also Umbrellas Hauptquartier unter den Überresten Tokyos. Doch an Albert Wesker beißen sie sich die Zähne aus, der zudem Original-Milla das T-Virus wieder nimmt, und somit auch alle ihre Superhelden-Kräfte, die Superstärke, Superschnelligkeit, Gedankenschild und selbst in der Wüste stets perfekt sitzende Haare und lupenreine Haut zu haben.

Also macht sie sich jetzt auf den Weg nach Arcadia, das verheißene Land in Alaska, wo alle glücklich und ohne Zombies leben können. Finden tut sie’s auch, nur ist dort nichts, außer einer Claire Redfield mit Amnesie. Also geht’s nach Hollywood, wo sie in einem von Zombies belagerten Gefängnis auf weitere Überlebende treffen. Witzigerweise darunter auch der Kerl aus Prison Break, der Chris Redfield sein soll.

Joa, wie zu erwarten sterben die meisten davon auf der Flucht aus dem Gebäude und nur Milla und die beiden Redfields machen es nach Arcadia, welches in Wirklichkeit ein großer Tanker ist, der wie es der Zufall so will im Hafen geparkt steht. Innen drin, wo viel mehr Raum zu sein scheint, als das Schiff von außen betrachtet haben kann, entdecken sie aber nur eine Einrichtung Umbrellas, wo Wesker auf seinem Thron schon mal wartet, bis Milla zum finalen Bosskampf auftaucht.

Vier Filme und ein fünfter soll nächstes Jahr erscheinen. Kasse machen die also alle, auch wenn sich anschließend jeder beschwert, wie schlecht sie sind. Eigentlich kann der Lockname Resident Evil und das Charisma von Milla Jovovich doch nicht genug sein, Leute vier Filme lang geködert zu bekommen. Doch anscheinend ist’s so.

Nun gut, Afterlife also. Nachdem Extinction so gerne Fallout denn Resident Evil gewesen wäre, will Afterlife wirklich unbedingt The Matrix sein. Stylische und für die Thematik viel zu gelackte Action wird hier präsentiert. Viel Bullet Time. Wesker in seinem RE5-Leder-Outfit. Das übliche Matrix-Zeug eben. Aber sonderlich inspiriert waren die Resident-Evil-Filme sowieso noch nie. Apropos RE5-Outfit, dies scheint den größten Einfluss hier gehabt zu haben, denn auch die Zombies sind nun wie dort jene mit den Cthulhu-Mäulern und der Gigant mit der Axt taucht auch auf. Abgesehen davon wird man das Gefühl aber erneut nicht los, dass Afterlife herzlich wenig mit Resident Evil zu tun hat.

Diesmal nahm übrigens wieder der Kerl Platz auf dem Regiestuhl, der dies schon im ersten Teil tat (involviert war er laut Credits allerdings in allen Filmen). Sollte er lassen. Nachdem Apocalypse stumpfsinniger aber meist launiger B-Horror war und Extinction sogar fast ein richtiger Zombiefilm genannt werden konnte, geht Afterlife wieder stärker Richtung Langeweile. Es ist schon schade, dass die Filme letztendlich nie so gut sind, wie die Anheizer-Epiloge in den Vorfilmen einen glauben machen wollen. Ja, häufig bekommt man stilistisch sogar einen ganz anderen Film präsentiert. Abgesehen von den ersten 10 Minuten hat Afterlife nämlich mit dem Ende von Extinction herzlich wenig zu tun. Man sollte fast meinen, der Plan für den nächsten Film wäre noch gar nicht ausgearbeitet, wenn die Enden der Vorgänger entstehen und man hätte gar nicht richtig durchdacht, dass gar nichts auf sie aufbauendes umsetzbar ist. Aber das ist natürlich Blödsinn, Resident Evil ist doch ein Paradebeispiel für Sinn und durchdachtes Filmemachen.

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Ein Kommentar

  1. Freu dich, denn ein weiterer Teil kommt bald!^^

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