RE Extinction

Trotz des Auslöschens von Raccoon City konnte das T-Virus nicht eingedämmt werden, es hat die Welt im Sturm genommen, die Leute in Zombies verwandelt, Flora sterben, Wasser austrocken lassen. Ganz schöner Allrounder dieses Virus, in den vorigen Filmen hieß es noch, sein Zweck ist es die Toten als Zombies wiederbeleben zu können, was das mit dem Tod von Pflanzen und dem Verpuffen von Wasser zu tun hat, sei dann jetzt mal dahin gestellt.

Die verbleibenden Überlebenden schlagen sich nun also durch diese gesetzlose Mad Max Ödnis. Darunter auch der Konvoi von Claire Redfield, die auf Milla treffen. Jene kann ihnen neue Hoffnung machen, soll doch angeblich Alaska frei von Virus und Tod sein.

Oh ja, nur weil die Menschheit so ziemlich am Ende ist, bedeutet natürlich nicht, dass sich die Umbrella Corp hat auflösen müssen. Nö, die hocken immer noch in ihren unterirdischen Bunkern und machen wissenschaftliches Zeug und so. Unter anderem ist Dr. Evil damit beschäftigt, Milla zu klonen, um aus ihren Genen ein Mittel gegen die Zombies zu schaffen, damit wieder normales Leben auf der Oberfläche möglich ist. Mal abgesehen von der ganzen „Die Welt ist eine Wüste“-Sache, versteht sich.

Die Trupps geraten aneinander, Dr. Evil wird gebissen, schießt sich mit tonnenweise Antivirus voll und mutiert so zur Finalboss-Form, die von Milla und einem ihrer Klone fertig gemacht wird. Niemand, der eine gute Gelegenheit verstreichen lässt, züchtet sich Milla direkt mal ihre eigene Klonarmee, um es Umbrella mal so richtig heiß unterm Hintern zu machen. Albert Wesker, wir kommen – im nächsten Film dann. Sofern jener mehr mit diesem Ausblick-Cliffhanger auf ihn zu tun hat, als Extinction mit seinem am Ende von Apocalypse.

Die Zombie-Apocalypse ist also ausgebrochen (natürlich die selektive Hollywood-Form davon, in der sich Dreck nur in Gebäuden und Kleidern fängt, aber an perfekten Haaren und Haut der Hauptdarstellerinnen abprallt). Während sich Resident Evil also das Grundszenario des ersten Spieles und Apocalypse der beiden Nachfolger holte, ist Extinction inspiriert von… Fallout. Ja, von der originalen Serie könnte man kaum weiter entfernt sein, aber was solls schon. Sinn ergibt das alles auch erneut nicht sonderlich. Warum konnte Milla so lang vor Umbrella versteckt bleiben, wenn sie plötzlich eine Satellitenfernsteuerung für sie haben? Wo kommt das ganze Geld zur Finanzierung des Umbrella-Weiterbestehens her? Warum müssen die ganzen Milla-Klone durch diese Saw-Puzzel gehen, die sei umbringen? Was hat das mit dem Extrahieren einer Heilung zu tun? Woher kommen plötzlich die telekinetischen Superkräfte von Milla? Wird sie im nächsten Film fliegen und so die Erde zurückdrehen können? Fragen, die man sich gar nicht erst stellen sollte, da man spätestens bei der Title Card, die einen daran erinnert, man ist hier in einem Resident Evil, das Hirn abschalten sollte.

Was der Film wie schon sein Vorgänger aber ganz passabel hinbekommt, ist zu unterhalten. Coole Szenen, besseres Budget, knackige Action, eine charismatische Milla Jovovich. Nicht ganz mit dem Tempo vom Vorgänger, dafür ist dann aber auch mehr zu erkennen, wenn was passiert. Stringenter und weniger verwirrend, aber auch etwas Handlungsarm steht er da. Und bisher ist’s der blutigste Teil, wobei er sich in bester Serien-Tradition für Zombie-Horror immer noch ziemlich handzahm hält, mehr Action denn Horror ist. Vielleicht liegt’s auch nur daran, dass ich vor einem halben Jahr Romeros Living Deads gesehen haben. Apropos Zombie Apocalypse, Dat Blorg hat da eine Verlosung zu am Laufen. Hin hin.

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Ein Kommentar

  1. Der Film hat sich hiermit entschieden nicht mehr das Spiel sein zu wollen (von den Redfields mal abgesehen). Das macht ihn zwar immer noch nicht gut, aber leicht erträglicher als Apocalypse I M O .

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