Thor

Die Asgarder haben Krieg gegen die Frostgiganten geführt und gewonnen. Doch mittlerweile wird König Odin alt und so soll einer seiner beiden Söhne, Trickser Loki oder Krieger Thor seine Nachfolge antreten. Die Wahl fällt auf Thor, doch da dieser nur die Muskeln, nicht auch das Hirn seines Vaters geerbt hat, begeht der eine große Dummheit, die einen neuen Krieg gegen die Frostgiganten herauf beschwört und Odin dazu veranlasst, Thor auf die Erde zu verbannen.

Dort angekommen macht er… wenig von Interesse, während Loki zu Hause rausfindet, dass er nicht ein wahrer Sohn sondern ein adoptierter Frostgigant ist. Odin fällt ins Koma und Loki übernimmt Asgard. Die Freunde Thors finden das nicht so pralle und holen ihn zurück, damit er Lokis Pläne vereiteln kann.

Thor war Ok. Und wenig mehr. Der Film ist hauptsächlich in zwei Dingen gut: Wenn Action abgeht, ist diese echt launig anzusehen und wenn es tolle Setpieces und Szenerien zeigen soll, sind die auch super hübsch umgesetzt, gerade Asgard ist toll in Szene gesetzt.

Weniger gut ist der Film, wenn es in die ruhigeren Szenen und das Zwischenmenschliche geht, da die einfach nicht funktionieren. Gerade Thors Exkurs auf der Erde ist bestechend langweilig, während die Ränkeschmiede und Familienverhältnisse in Asgard noch ganz interessant sind. Hauptsächlich, weil Loki ein ganz guter Charater ist, genau genommen der einzige nicht langweilige. Er ist halt nicht einfach nur böse und will Asgard übernehmen, sondern will nur Gleichberechtigung, hat Minderwertigkeitskomplexe, will sich seinem Vater Odin gegenüber beweisen und hat so tatsächlich durch seine Trickserei am Ende ein paar Überraschungen auf Lager, die man nicht erwartet hätte, da man wesentlich banalere Sachen dachte. Der Rest vom Cast ist leider ziemlich uninteressant, allen voran Thor und die Ische, mit der er eine Romanze anfängt, und zwischen denen natürlich absolut keine Chemie herrscht. Leute wie Natalie Portman und Anthony Hopkins sind definitiv vergeudet.

Von daher, joa, brauchbar, nette Action, coole Szenerien, lahme Charakterzeichnung.

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3 Kommentare

  1. Ich fand Thor ganz nett, und wenn man das ganze Göttersetting betrachtet auch richtig gut umgesetzt. Für die Fans wieder eine Menge versteckter Hinweise auf die Comicbuchreihe und alles in allem echt solide gemacht. Nicht mehr als ein Preludium zum Avengers-Film, ja, aber ein spaßiges :) Captain America ist trotzdem besser ;-)

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  2. was mich an den ganzen comic-verflimungen immer stört ist nur, dass sie
    nicht genug in die etwa 2h reinbekommen, um „wirklich“ gut zu sein.

    es wirkt immer alles sehr gehetzt, und erzählt trotzdem nur die hälfte :T
    war bei Green Lantern aktuell genauso. die effekte sind immer toll,
    aber die story kriegt f.g. maximal ne 5/10 und man wartet zwei
    jahre auf den nächsten teil, der unweigerlich kommt :P

    irgendwie: meh.
    grüssli

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  3. Just am letzten WE gesehen und für nett, aber leicht trashig befunden. Gerade die Sache mit dem Hammer (wenn ich an Thor denke dann denke ich an einen riesigen Kriegshammer und nicht so ein Reißnagelklopper…)
    Und bei der Szene wo er sich durch den Tunnel prügelt dachte ich die ganze Zeit: Warum zereißt er nicht einfach die Folie und geht durch? Momente später, nach zig verprügelten Wachen und einem elendig langen Weg wirft er einen Widersacher genau da durch… leider zur falschen Seite heraus… *facepalm*

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