How to Train Your Dragon

Hiccup ist ein heranwachsender Wikinger. Wobei er hoffen kann, dass er noch ordentlich wächst, während nämlich alle im Dorf große Muskelberge sind, die sich mit Freude den immer wieder angreifenden Drachen entgegen werfen, ist Hiccup ein Hänfling, den die anderen lieber in Sicherheit denn im Kampfgeschehen sehen. Hiccup hingegen möchte nichts lieber, als sich als richtiger Wikinger zu beweisen, in dem er einen Drachen zur Strecke bringt. Und erstaunlicherweise schafft er es sogar, einen abzuschießen, sogar einen angeblich sehr gefährlichen.

Doch dann bringt er es nicht über sich, das Vieh auch umzubringen, sondern freundet sich lieber mit ihm an. Das muss natürlich ein Geheimnis bleiben, vor allem vor seinem Vater, dem Oberhaupt des Wikingerdorfes, der mit seinem so anderen Sohn nicht viel anfangen kann. Doch natürlich kommt es raus, natürlich gibt es Ärger und natürlich müssen die Wikinger letztendlich einsehen, dass die Drachen gar keine Feinde sind, sondern gute Flugtiere abgeben, nachdem erst mal mit ihrer Hilfe ein größeres Übel besiegt ist.

How to Train Your Dragon ist also alles andere, als überraschend, sondern eine altbekannte Handlung, die keinen der üblichen Plotpunkte auslässt. Das macht natürlich nichts, wenn es mit so viel Witz und Charme umgesetzt ist, wie hier. Charakterentwicklung gibt es nur ein wenig, alles in der Beziehung zwischen Hiccup und seinem Vater und dem Unverständniss auf beiden Seiten. Es ist eigentlich noch nicht mal so, dass Hiccup wegen seiner Andersartigkeit gemieden wird oder so, die Dorfbewohner scheinen fast alle nett zu ihm zu sein, das wahre Problem ist eher, dass Hiccup versucht etwas zu sein, was er nicht ist, nämlich wie alle anderen auch.

Viel charmanter Witz, launige zynische Sprüche von Hiccup, ein echt süßer Axolotl-Drache und spannende Flugsequenzen machen How to Train Your Dragon zu einem echt launigern Vertreter der „Junge trifft Monster und bekehrt sein Umfeld“-Handlungen.

Hilft natürlich, dass Drachen sowieso einfach mal cool sind. Zumindest ich find sie toll, was wohl auch erklärt, warum ich Breath of Fire und Drakengard so sehr mag (zweiterem dadurch geholfen, dass es batshit insane ist).

Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare

  1. Mich hat vor allem das nicht 100% perfekte Happy End erfreut. Hätte nicht gedacht dass sich so eine Produktion traut ihrem Kinderprotagonist ein Bein zu rauben. :D

    Hauptgrund den Film anzuschauen waren für mich allerdings die Landschaftsszenerien. Selten so realistische und trotzdem genial zur Knuddeloptik der Charaktere passende Gewässer und Klippen gesehen.

    Antworten
  2. Klingt irgendwie ein bisschen nach Dragonheart (ein ganz kleines bisschen^^).
    Hab über den Film aber auch überwiegend Positives gehört, vielleicht sollte ich einen Blick wagen, auch wenn mir Animationsfilme mittlerweile bis hier stehen.

    Antworten
  3. Ein wirklich wunderbarer Film und einer der wenigen Filme von DreamWorks, die ich leiden kann. Man merkt im Vergleich zu „Ab durch die Hecke“ und „Madagaskar“, dass dieser Film Substanz besitzt und eine Seele hat. Kein Wunder: Ist ja vom selben Regisseur wie Lilo und Stitch.
    Einziger Wermutstropfen ist (für mich) der Humor, der an einigen (wenigen) Stellen mich nicht wirklich ansprechen konnte. DreamWorks halt. Aber das fällt im Endeffekt nicht so ins Gewicht.

    Sofern ich jetzt nicht wieder etwas Falsches behaupte, aber Mikami/Vecrix liebt geradezu diesen Film bzw hält diesen für den besten (computeranimierten) Animationsfilm. Mal sehen, ob sie mich wieder korrigieren wird. :P

    Wo Iki gerade Dragonheart erwähnt…
    Ich müsste den Film echt mal wieder sehen. Was hältst du eigentlich von Dragonheart, sofern du diesen Film kennen solltest?

    Antworten
    • Dragonheart habe ich tatsächlich gesehen, kann dir aber dennoch nicht wirklich sagen, was ich von halte, weil es viel zu lang her ist. Ich glaube zumindest ich fand ihn damals Ok…

      Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: