Star Wars Week II – The Clone Wars

Die Qualität und der Erfolg von Clone Wars kam sicherlich etwas überraschend. Letztendlich war es ja nur ein kleiner, kurzer Animationsquickie. Um auf der Welle also noch mehr Geld raus schlagen zu können, musste eine „richtige“ Serie her, mit echtem Budget, in modernem CGI und voller Folgenlänge, geplant auf (Erfolg natürlich vorausgesetzt) mindestens 100 Folgen. Als George Lucas dann die Anfänge sah, war er davon so überzeugt, dass aus den ersten Folgen stattdessen ein abendfüllender Kinofilm gemacht wurde. Das ist zumindest die offizielle Version, der Zyniker in mir denkt natürlich eher, George Lucas hat durchgerechnet, dass man mit einem weiteren Film mehr Geld scheffeln kann. Was Besonderes ist das immerhin schon, The Clone Wars ist abgesehen von Episode I-VI das einzige Kinorelease, das Star Wars vorzuweisen hat.

Spielen tut das alles, wie sollte es auch anders ein, während der Klonkriege zwischen Episode II und III, spezifischer genommen zwischen dem Zeitsprung in den ersten Clone Wars, Anakin ist kein Padawan mehr, wir sind aber noch ein gutes Stück vom Ende der Kriege entfernt. Jaba the Hutts Sohn wird entführt und da die Republik für die Kriege sichere Reise durch seine Gebiete braucht, werden die Jedis mit dessen Rettung beauftragt. Gleichzeitig bekommt Anakin auch eine eigene Padawan-Schülerin, ein Risikofreudiges, eigensinniges Ding, ganz wie er es war – nur zusätzlich mit Charisma.

Macht ja Sinn, einen neuen Hauptcharakter zu erschaffen, auf den sich die Serie konzentrieren kann. Anakin ist für eine Identifikationsfigur schon zu weit und außerdem müsste man ständig drauf acht geben, späteren Episoden-Ereignissen nicht zu wiedersprechen. Einen frischen Charakter, mit dem man machen kann, wie man lustig ist, einzuführen, ist da schon sinnvoll. Und die Kleine ist auch ganz nett, von daher gut gemacht. Überhaupt ist ihr Zusammenspiel mit Anakin überraschend launig und funktioniert sehr gut. Hie ein paar coole Sprüche, da viel Action, dort nette Bildkompositionen… war schon ok die Sache.

Qualitativ würde ich The Clone Wars zwischen den Prequels und Clone Wars einordnen. Es hat definitiv mehr Witz, Charme und Drive als die Prequels, aber ihm fehlt dennoch ein wenig der Stil, die Coolness und das Tempo der Clone Wars. Außerdem merkt man dem Film stark an, dass es eben nur ein Pilot ist, es wirkt mehr wie ein TV-Special denn ein Kinofilm und vielleicht wäre es sogar tatsächlich besser gewesen, wären es 4 Happen von 25 Minuten geworden, denn ein zusammenhängender Eineinhalbstünder. Klar, die Entführungsgeschichte ist eine abgeschlossene Sache, aber irgendwie wirkt es doch eben einfach überlang.

The Clone Wars ist auch ein ganzes Stück… sicherer… als Clone Wars. Die erste Serie hat sich als Spinoff einige interessante Dinge getraut, hatte die Charaktere etwas zynischer teilweise portraitiert, hatte seinen eigenen Vibe, sich getraut auch mal dämlich zu sein und über sich selbst zu lachen, die ganze Sache mit einem Augenzwinkern behandelt. The Clone Wars ist wesentlich harmloser und sicherer, mehr wieder auf Kurs mit George Lucas Ansicht wie Star Wars zu sein hat gebracht. Die Identität fehlt ein wenig, der Charakter.

In einem Wort beschrieben würde ich sagen Star Wars: The Clone Wars ist „nett“. In all der Schwammigkeit, die mit dem Wort kommt, nicht im Sinne von „Nett ist der kleine Bruder von Scheiße“, aber doch „für ein stärkeres Wort ist’s nicht gut genug“. Anschauen kann man ihn sich, schaden tut einem das nicht, aber es schadet eben auch nicht es nicht zu tun, eine Bildungslücke reißt das nicht gerade.

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3 Kommentare

  1. Sehe ich auch so. Hat mich sogar gewundert, wie gut das Prequel-Universum als Serie funktioniert. Darüberhinaus gibt’s ein paar echt gute Folgen. „Rookies“ zum Beispiel ist immer noch ein Highlight. Aber halt auch brav, die glattgebügelte Fassung des Überraschungshits.

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  2. Make one about High School Musical I – III :D

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