Let’s Play ~ Suikoden III – 01. A Trinity of First Chapters

Jetzt wird also die Lücke in der Suikoden-Serie gefüllt. Hauptserie zumindest, Tactics oder Card Stories muss ja nicht sein, aber von I bis V mal alle gespielt zu haben, wäre doch eine Maßnahme.

Suikoden III nutzt das Trinity Sight System, es werden drei verschiedene Charaktere gespielt, deren Wege sich immer mal wieder überschneiden und durch die die verschiedenen Seiten des Kriegskonfliktes beleuchtet werden. Also ähnlich wie die zwei Charaktere in Kartia oder die Charakterprologe bei den Wild Arms. Definitiv ein guter Einfall, da man dadurch wesentlich besser zeigen kann, dass es im Krieg halt kein Gut und Böse gibt, sondern nur verschiedene Seiten, die sich alle mehr oder minder im Recht fühlen.

Hugo wird in seinem Chapter 1 nach Zexen geschickt, als Botschafter der Grasslands, da er der Sohn eines der Stammesoberhäupter ist. Denn Zexen und die Grasslands sind sich nicht so super grün und er soll nun dem Zexen Senat ein Waffenstillstandsgesuch überbringen. In der dortigen Stadt angekommen muss er erst mal ein paar Tage warten, die er mit dem Aushelfen beim Abenteuer von ein paar Kids verbringt. Anschließend versuchen ein paar Ritter uns festzusetzen doch die Gruppe kann aus Zexen in die Grasslands fliehen – wo Hugo sein Heimatdorf brennend auffindet, Chris Lightfellow mittendrin. Sein bester Freund Lulu greift sie an, was nicht die intelligenteste Entscheidung ist, so eine berittene Kämpferin in voller Rüstung nur mit einem Dolch anspringen, denn die Gute streckt ihn mit einem Streich nieder, was Hugo jetzt nicht so pralle findet.

Im Chapter 1 von Chris sehen wir nun die andere Seite, sie wird vom Senat, der etwas arg fischig riecht, in die Grasslands geschickt, da die Lizard People dort Friedensvereinbarungen treffen wollen. Dort angekommen hingegen erwarten sie Kampfeinheiten der Grasslands, alles sieht also nach Verrat aus. Das Dorf soll angezündet werden, um in der allgemeinen Verwirrung den Rückzug antreten zu können, doch die Bewohner sind bereits massakriert, bevor die Zexen Knights überhaupt dort ankommen.

Geddoe und seine Truppe sind derweil mit der Suche nach dem Fire Bringer beschäftigt. Auf jener finden wir auch ein paar Hintergründe heraus: Beim Besuch beim Lizard Clan wird dort das Klanoberhaupt von Zexens Soldaten unter der Führung von Chris(?) ermordet, und auch die Toten im brennenden Dorf gehen auf die Kosten von Zexen respektive Borus. Anschließend darf Geddoe als erster Charakter Thomas und sein Schloss besuchen, was bedeutet, dass er nun mit der Rekrutierung der 108 Stars of Destiny anfangen kann. Endlich kommt mal Suikoden-Feeling auf. Anschließend noch in die Heimstadt der Truppe, wo sie was über eine Suche nach der Wahren Feuerrune erfahren und rum ist auch sein Chapter 1.

Geld scheint in Suikoden III schwer beizukommen zu sein, denn der absolute Anfängertipp, den ich überall zu hören bekomme, ist, sich Tickets der Lotterie zu kaufen und dann so lange zu Reloaden, bis man sich den 2. Preis ercheatet hat. Das kann teilweise sehr langweilig sein, je nachdem, wie lange das dauert. Mit Hugo hatte ich es ziemlich schnell, Geddoe hingegen scheint ein Unglücksrabe zu sein. Mehr oder weniger zumindest, denn es hat zwar ewig gedauert, dafür hatte ich bei meinen Gewinntickets dann aber plötzlich gleich zwei 2. Plätze.

Apropos lange dauern. Das da oben klingt jetzt nicht so, als wären die ersten Kapitel der Charaktere sonderlich lang, oder? Zumindest tut man nicht so wahnsinnig viel. Die Spielzeit zeigt aber dennoch ein ganz anders Bild. Ende Hugo Chapter 1 = 3 Stunden 30, Ende Chris Chapter 1 = 5 Stunden 10 und nach Geddoe waren wir bei 10:55 – wäre dies hier Suikoden I, II oder IV wäre dies schon die Halbzeit. Nein, Suikoden III ist alles, aber kein schnelles Spiel. Und ich dachte Breath of Fire III bräuchte lang, um in die Pötte zu kommen xD

So, what else is new? Kämpfe finden zwar noch mit 6 Charakteren statt, aber dafür werden die je in 2er-Teams gepackt. Manche davon bilden dann natürlich gewisse Einheiten die Komboattacken können. Kann aber auch einschränken. Einer Gruppe zu sagen, sie soll angreifen, lässt zwar beide drauf schlagen, durchaus auch unterschiedliche Gegner, wenn der eine dabei stirbt, aber individuell einem Charakter beispielsweise Magic oder Defend und einen was anderes machen lassen geht nicht. Außerdem werden Skills nun unabhängig vom Level erhöht. Durch die Skillpoints am Ende der Kämpfe kann nun bei Trainern selbst gewählt werden, was bei welchem Charakter erhöht werden soll.

Und natürlich ist alles nun in 3D. Hat aber schon den Beigeschmack von „mein erstes 3D-RPG“, es gibt dort so einige Sachen, die man eher von PSX- denn PS2-Spielen gewohnt ist. Die allgemeine Langsamkeit bei Fortbewegung und Kampfgeschwindigkeit wäre da ein gutes Beispiel. Auch finde ich die Menüs etwas unübersichtlich und ein paar Klicks zu viel, um einfache Dinge zu tun. Das größte Verbrechen ist allerdings die Kamera, die ständig zu nahe an den Charakteren klebt (also das Gegenteil von Suikoden V) und in Winkel zeigt, die einem überhaupt nicht beim Navigieren der Schauplätze helfen. Das besonders schlimme daran? Sie kann zusätzlich auch nicht manuell gedreht oder gezoomt werden, sondern tut, was ihr gefällt. Da hab‘ ich ja selbst die Kamera in .hack// lieber, die ich zwar ständig selbst nachjustieren muss, weil sie sich von sich aus überhaupt nicht bewegt, aber dafür bekomme ich sie wenigstens auch dahin gezeigt, wo ich es brauche. Dafür ist das Anime-Opening top und auch die 3D-Modell könnten wesentlich schlimmer aussehen, wenn man bedenkt, was da so manchmal bei raus kommt, wenn stark Anime-esque Designs ohne Cel Shading in solchige gepackt wird – was allerdings dennoch nix dran ändert, dass es grafisch trotzdem nicht besser als ein aufgebretzeltes N64-RPG wirkt.

Oh, auch neu und mich nicht unbedingt als Fan gewinnend ist die Tatsache, dass Magien jetzt teilweise mehrere Runden zum Casten brauchen – wirst du dabei angegriffen, ist der Charakter aus dem Casting rausgeschlagen. Toll, wenn man so Gegner von ihren Zaubern abhält. Scheiße, wenn es den eigenen Charakteren passiert.

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Ein Kommentar

  1. Melli

     /  20. März 2011

    Lustig ist auch die Feuerrune. Deine Charaktere springen ja nicht nach dem Angriff zum Ausgangspunkt zurueck sondern bleiben bei den Gegner stehen. Macht man einen Feuerrunenangriff, der mehrere trifft, werden deine Leute auch getroffen. Sehr unpraktisch. Besonders in der Hinsicht, dass man ja spaeter die Wahre Feuerrune bekommt und eigentlich ordentlich loslegen koennte mit ihr.
    Mir kamen die einzelnen Chapter gar nicht so lang vor. Aber ich habe es ja nur einmal gespielt bisher. Sobald Thomas freigeschaltet ist, habe ich erstmal seine 2 Chapter gemacht. Ihn finde ich als Charakter auch sehr interessant.

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