The Year of Breath of Fire (2) – 06. The Fated Child

Die weniger träge GBA-Version ist es nun doch geworden, trotz legendär schlechter Übersetzung. Anfangen tut’s mit einem unheimlichen Auge, dass meint, wir sollen Gott Stärke verleihen. Dann muss der kleine Ryu seine Schwester Yua suchen gehen. Die findet er hinterm Dorf beim Kopf des Drachen, der die Bevölkerung ehemals gerettet hat. Witzigerweise haben Ryu und Yua damals ihre Mutter verloren, wie ihr Vater ihnen erzählt, und Yua meint, wenn sie im Schatten des Drachens schläft, träumt sie von ihr. Hint, hint, mommy is a dragon? Als Ryu wieder nach Hause kommt, steht allerdings plötzlich ein anderer Priester vorm Altar, statt sein Vater. Auch seine Schwester ist verschwunden und die ganze Dorfbevölkerung erinnert sich nicht daran, dass es die drei je gegeben hat. Waisenkind Bow schließt sich Neu-Waisen Ryu an, beide gehen in die benachbarte Höhle und werden prompt von einem Monster erschlagen.

10 Jahre später, Ryu und Bow schlagen sich mittlerweile als Ranger mit Gelegenheitsjobs durch. Bow wird eines Diebstahls bezichtigt, den er nicht begangen hat. Also verstecken wir ihn und jagen die wahre Diebin. Dabei kommen wir auch in einen Kolosseumskampf gegen Katt, die sich zusammen mit Rand anschließt, damit wir zu dritt den Kampfveranstalter, der von einem Dämon besessen ist, der Zeug über seinen Gott brabbelt, vermöbeln können. Rand bleibt bei Bow im Versteck, Katt kommt mit auf die Suche. Katt ist etwas seltsam, da sie zwar bereits Zauber lernt, aber konsequent zu wenig AP hat, um jene auch einsetzen zu können. Als nächstes muss Nina geholfen werden, die von einem Bandenchef erpresst wird, dessen Sklavin zu werden, weil sie ihre Schwester Mina als Geisel halten. Nach erfolgreicher Hilfestellung schließt sich also auch schon Nina an. Erneut das Magic User Chick, im Gegensatz zum Vorgänger aber nicht auf Heil- sondern Angriffszauber spezialisiert.

Mina nach Wyndia gebracht, wird uns dort zwar dafür gedankt, Nina aber konsequent weg ignoriert. Denn mit ihren schwarzen Flügeln erfüllt sie eine Legende, laut derer diese ein böses Omen sind. Außerdem schließt sich nach einem kurzen Magietrick der nicht unbedingt vertrauenswürdige Sten an. Und schon ist das 4er-Team voll. Ging diesmal ja wirklich richtig schnell, im Vergleich zum Vorgänger, wo erst mal eine Weile langweilig nur mit Ryu rum gelaufen wird, bis sich nach und nach der Rest einfindet.

Die nächste Stadt ist eine Mischung aus drei verschiedenen Baustilen. Und hat das Problem, dass die Bewohner in den Brunnen gefallen sind, wo wir sie von Facehuggern befreien müssen, weil diese Viecher nun mal schrecklich unhygienisch sind. Passenderweise kann der Boss einen Gefährten für eine Runde kontrollieren, wobei ich Glück hatte, da er dies oft machte und immer Nina wählte, deren physische Angriffe nicht wirklich jucken. Wenn man nach dieser Episode tatsächlich alle Dorfbewohner gerettet hat, gibt es übrigens einen schönen neuen Belebungszauber geschenkt. Dafür lohnt sich der Umweg zum Versteck allemal, um ihn zu erhalten. Das ist übrigens keine verfallene Hütte mehr, denn Bow und Rand haben daraus ein großes Anwesen gemacht. Hut ab. Hier können jetzt auch die Teammitglieder gewechselt werden.

Was mir bei Breath of Fire II direkt auffällt ist, dass es eine ganze Ecke schwerer ist, als der Vorgänger. Dazu kommt dann auch noch die Encoutner Rate, die jenseits von Gut und Böse ist. Das kann teilweise schon sehr zehrend wirken, zum Glück gibt es in der GBA-Version schon mal doppelt EXP und Geld. Und mit allem Geld immer in die Bank gebracht, kann einem auch nicht viel passieren, da die ersten zwei Teile ganz DQ-like nicht Game Overn. Neu ist dabei ein Monster-Meter, der aber nicht wie in MegaTen anzeigt, wie weit der nächste Kampf entfernt ist, sondern wie hoch die Rate im aktuellen Gebiet ist – wobei wie erwähnt sie fast überall zu hoch erscheint :D Auch ganz nett ist der Dragon Tear, der bei einigen Leuten in den Gesprächen eingeblendet wird, um zu zeigen, wie gut oder schlecht sie zu Ryu und Co. stehen, auch wenn das letztendlich bisher nicht so wahnsinnig aufschlussreich und nützlich war.

Ansonsten… joa, ist etwas hübscher, die netten Kampfanimationen sind auch zurück, inklusive für physische wie magische Attacken je eine eigene. Nina und Katt haben sogar eine Idle-Animation, erstere schwebt und muss entsprechend mit den Flügeln schlagen, zweitere bewegt ihren Katzenschwanz immer mal wieder. Die Gegner sind gewohnt natürlich auch animiert und ihr Design wirkt auch ein ganzes Stück besser ausgearbeitet, als im Vorgänger. Zum ersten Mal gibt es beispielsweise die Eye Goos zu sehen, statt die Standardschleime des Erstlings.

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3 Kommentare

  1. Das SNES Original habe ich in recht jungen Jahren gespielt. Dass sich niemand mehr an Ryu erinnern konnte und er und Bow später von einem Oberdämon erschlagen wurden waren so mit die ersten sick twists, die ich in Videospielen erlebt habe :D

    Die Animationen sind echt cool, mir gefallen auch die isometrischen Kampfhintergründe, die teilweise auch noch animiert sind. Dagegen fällt ein Final Fantasy VI mit seinen statischen Kampfhintergründen in der Seitenperspektive echt ab, zumal man dort auch nur weitestgehend unbewegliche Sprites vermöbelt.

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    • Ich fand das bei Final Fantasy auch immer schade. Wobei mir beim erneuten spielen von VI doch aufgefallen ist, wie detailliert die Gegnersprites doch teilweise sind, ich denk da sind einfachere Designs wie in DQVI und den BoFs etwas einfacher zu (teil-)animieren.

      Antworten
      • Das stimmt, allerdings fallen die Charaktere bei VI umso mehr im Vergleich zu den Gegnersprites ab. Vor allem, wenn man mit seinen Chibi Viechern irgendwelche übergroßen detallierten Menschen vermöbelt wirkt das schon etwas inkonsistent. Da finde ich das bei Breath of Fire schon wesentlich runder.

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