Mother of Tears

Auf einem Friedhof wird ein Grab ausgehoben, an dessen Sarg auch eine kleine okkulte Kiste gekettet ist. Der Priester schickt dies an einen Freund des Museums in Roms, der sich das ansehen soll. Der ist gerade aus, also wollen Sarah und ihre Kollegin das Teil öffnen, was zum Tod der Kollegin und Flucht Sarahs führt.

Denn in der Kiste war ein Leibchen Mater Lachrymarums, der Mutter der Tränen, und nun, wo sie es zurück hat, steigt ihre Macht. Die Bevölkerung Roms beginnt langsam durchzudrehen, Morder, Selbstmorde und Vergewaltigungen steigen rapide an. Außerdem versammeln sich Hexen aus der ganzen Welt in der Stadt, um Mater Lachrymarum ihre Treue zu schwören.

Sarah flieht gleichzeitig vor jenen Mächten, die ihren Tod wollen und findet heraus, dass ihre Mutter Mater Suspiriorum bekämpfte, bevor sie starb und Sarah ähnliche Mächte hat. Ein paar Tote, ein bissarl fliehen, dabei taucht die Geisterscheinung der Mutter immer wieder auf, um ihr zu helfen und schwupps, gegen Ende kommt Sarah natürlich beim Haus in Rom an, die Lachrymarum als Zuflucht dient. Leibchen verbrannt, Mater tot, Ende.

Lange hat es gedauert, bis Dario Argento seine „The Three Mothers“-Trilogie mit Mother of Tears: The Third Mother vollenden konnte. Nach dem Überaschungshit Suspiria, war er schnell damit, anzukündigen, dass es auf der Geschichte der Drei Mütter basiert und da noch zwei Mütter über sind, daraus eine Trilogie werden kann. Inferno kam kurz darauf und war kein Erfolg. Was gut der Grund sein kann, warum das schon fast fertige Script zum dritten Teil nicht umgesetzt wurde – keine Geldgeber. Erst 2007 erschien das Finale in komplett neuem Script.

Und es ist kein besonders guter Film. Ziemlicher Standard-Horror so gesehen. Nun waren die Geschichten in Argentos Filmen nie so wahnsinnig herausragend, es ist die stilsichere Umsetzung, die den Film macht. Oder eben auch nicht, wenn sie wie hier fehlt. Alles ist schrecklich gewöhnlich und allseits bekannt. Auch sind die Szenen stellenweise etwas arg holprig, manchmal meint man, dazwischen etwas verpasst zu haben. Warum ist der Polizist, der Sarah als Tatverdächtige den ganzen Film durch verfolgt, plötzlich im Finale ohne ein Wort auf ihrer Seite? Wenn der Junge entführt wird, denkt man sich, das würde noch wichtig, aber der Film geht dem nie mehr wirklich nach, sondern killt Sohn und Vater unspektakulär kurz darauf weg.

Diesmal hatte ich übrigens mal nicht eine englische Uncut-Version zu Hand, sondern die deutsche. Jene schnitt 1 Minute heraus, was nicht viel klingt, aber doch aus allen Gewaltszenen je die Gore-Spitze entfernt. Wie das erste Opfer mit ihren eigenen Därmen stranguliert wird u.Ä. fallt somit weg. Witzig, aber besser hätte das den Film natürlich auch nicht gemacht.

Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: