Whispers of the Dead

Und wooosh, schon wieder ein Buch fertig. Wie untypisch für mich. Der Name des Werkes ist Leichenblässe, ein Thriller, wie man sich beim Titel wohl denken kann. Und ein drittes Buch um den Hauptcharakter Dr. Hunter, die beiden Vorgänger sind mir allerdings nicht bekannt. Aber solche Bücher werden ja so geschrieben, dass die Fälle in sich geschlossen sind und man so kein Vorwissen von Vorgängern vorher verinnerlichen muss. Wobei es sich – gerade zu Beginn des Buches – natürlich schon raus liest, dass dem Herrn Hunter vorher schon diverse Dinge passiert sind, auf die nicht näher eingegangen wird, weil halt in einem anderen Buch. Mehr als diese kleinen Charakterentwicklungsdetails gehen einem aber nicht verloren.

Der Dr. Hunter ist übrigens ein britischer Forensiker und nachdem ihm im Vorgänger wohl ziemlich übel mitgespielt wurde, geht er nach der Heilung auf Reise nach Tennessee. Allerdings nicht als Tourist, sondern als Halb-Berufsreise, weil er dort an einer Uni studierte und sich im dortigen Forschungsbereich mal wieder so ein wenig umsehen will. Natürlich dauert es nicht lange, bis er dort in eine Mordserie hineingezogen wird, dank der sein gerade erst gerettetes Leben erneut in Gefahr gerät.

Es hat ein wenig was CSI-iges, das Buch. Also wie eines der guten CSIs, nicht Miami. Denn dadurch, dass der Herr Hunter nun mal ist, was er ist, anstatt beispielsweise Kriminalbeamter zu sein, nimmt natürlich auch die Spurensicherung an den Leichen einen großen Teil der Handlung ein, um sich zum Mörder zu puzzeln. Spannende und unterhaltsame Thriller-Kost ist das alles allemal, und wer es nicht gern zu eklig mag, so wirklich extrem ins Detail wird häufig nicht gegangen. Alles eigentlich noch auf FSK12-Niveau, wenn es denn eine TV-Folge von… beispielsweise Bones wäre. Von einem sehr grafischen Hannibal weit entfernt. Wer der Mörder ist, wusste ich übrigens auch hier mal wieder nicht, bis es enthüllt wurde. Wobei ich mir schon ziemlich sicher war, dass derjenige, der bis kurz vor der schlussendlichen Handlungswendung als definitiver Killer gehandelt wurde, dies bestimmt nicht ist. Aber das ist ja mittlerweile auch praktisch obligatorisch im Genre: Lange im Dunkeln tappen, dann passen alle Beweise plötzlich perfekt auf einen Verdächtigen und auf die letzten 20 Seiten springt dann doch noch eine Überraschung aus dem Leichenberg.

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3 Kommentare

  1. Du willst mich aus der Reserve locken, gell? ;-) Hast die anderen beiden auch gelesen? Ich hab im Moment „Verwesung“ in Arbeit …

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  2. Herauslocken hab‘ ich seit der Zurück Indy Zukunft Woche aufgegeben ;P

    Nein, die beiden Vorgänger habe ich nicht gelesen. Vielleicht mach ich es ja noch – allerdings weiß ich nun schon, wie es für den Dr. Hunter ausgehen wird.

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  3. Dr. Hunter ist gottseidank in den ersten Büchern nicht so wichtig. Lies vor allem das erste, da macht Beckett nämlich einen klassischen Dorfkrimi mit CSI Touch. Der zweite macht dann alles etwas besser (arbeitet aber mit den gleichen Mitteln), allerdings braucht man dafür schon ein bisschen Background ausm Ersten. Sind richtig gute Krimiunterhaltung, wird aber nicht sonderlich überraschend sein. Vor allem für dich nicht, du übernaserst ja sowieso alles :)

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