Kingdom of the Mind

Ich wollte ja schon ständig den Hype-Film der letzten Zeit, Inception, schauen. Hat jetzt aber doch Insheeption für gebraucht, um mich wieder dran zu erinnern, die South-Park-Folge, in der sie sich darüber lustig machen, dass eine Idee nicht automatisch cool ist, nur weil sie übertrieben komplex ist und schrecklich kompliziert umgesetzt wird.

So kompliziert ist der Film aber eigentlich gar nicht, man muss die ganze Dynamik hinter dem Einsteigen in die Träume halt einfach mal so kommentarlos hinnehmen und gut ist. Vielleicht hab ich es da etwas einfacher, als jemand, der eine Zeit lang Unmengen an Anime konsumiert hat, wo man häufiger mal abgedrehte und verkomplizierte Ideen at face value nehmen muss.

Gut, auf jeden Fall kann man in Inception mit dem richtigen Gerät und den richtigen Beteiligten in die Träume von Menschen eindringen. Wie viele man braucht, hängt etwas davon ab, was man so machen will. Leonardo di Caprio hat das zu seinem Beruf gemacht, in dem er so den Leuten geheime Firmeninformationen etc. direkt aus deren träumenden Unterbewusstsein stielt. Sein größter Wunsch ist allerdings, zurück zu seinen Kindern zu können, doch sobald er in die USA einreisen würde, würde er fest genommen. Da bekommt er von einem mächtigen Mann die Chance: Seine kriminelle Vergangenheit wird ausgelöscht, wenn er für jenen einen letzten Auftrag erfüllt: Inception.

Inception ist etwas besonderes, normalerweise kann man aus Träumen nur Informationen ziehen, die die träumende Person schon hat. Inception bedeutet aber ihnen im Traum einen Gedanken unterzujubeln, den sie dann für ihren eigenen halten und im wahren Leben ganz unterbewusst tatsächlich ausführen. Das hat noch keiner hinbekommen, Leo besteht aber darauf, er könne es. Es muss nur besonders geschickt vorgegangen und besonders tief getaucht werden: In einen Traum, in einem Traum, in einem Traum – drei Stufen tief. Nur sobald unsre Oceans 6 schon in den ersten Traum springt, beginnt alles schief zu laufen.

Wie gesagt, so kompliziert finde ich, ist Inception gar nicht aufgebaut, sondern relativ geradlinig und logisch (abgesehen mal von der Anfangszene, die erst gegen Ende Sinn ergibt, da der komplette Rest des Filmes ein Flashback ist). Einfach schnell akzeptieren, dass man für das Traumrumgewusel einen „Architekten“ usw. braucht, damit die gewisse Dinge tun und das man selbst im Traum in einen weiteren Traum springen kann, dass sich dadurch die Zeiten immer weiter verschieben und das man, wenn’s schief geht, im Limbo landen kann. Nicht so viel über die Mechaniken dahinter nachgrübeln, sondern einfach hin nehmen und sich auf den eigentlichen Film konzentrieren.

Denn der ist echt super. Mit viel Style, Coolness und interessanten Ideen angereichert, unterhält er von Anfang bis Ende. Sogar etwas Emotionalität wird in den ansonsten sehr gelackten Film eingebracht, durch Leos tote Frau, die in seinem Unterbewusstsein weiter lebt und sich so in die Träume einmischt. Wenn ein Film ganze 2 1/2 Stunden lang ist und ich mich als Zuschauer nicht eine Sekunde davon gelangweilt habe, dann macht der definitiv was gewaltig richtig. Die Special Effects in den Träumen machen diese auch teilweise ganz interessant, wie sich entgegen wölbende Städte oder eine Kampfszene in der Schwerelosigkeit, auch wenn das insgesamt weniger eingesetzt wird und weniger surreal ist, als man zunächst denken würde. Und Joseph Gorden-Levitt spielt auch noch mit x3

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Ein Kommentar

  1. Abermals: Thx for reminder. Ich hab den Film schon ne ganze Weile hier rumliegen, aber noch keinen rechten Anlass gefunden, ihn zu schauen und alleine Filme gucken ist irgendwie doof. =/

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