Bromance Week – Alumni

Der Film beginnt damit, dass sich ein Schüler in der Nacht nach dem Abschlussball in die Sunnydale High (Buffy-Referenz? Immerhin erwähnte Young Demons auch Mazes and Monsters) schleicht, weil sich da ein Weib mit ihm verabredet hat. Er durchsucht also die Schule, während ihm extrem langsam jemand mit einem Messer folgt. Die ganze Sache zieht sich gut 10 Minuten so. Dann wird dem Schüler langweilig und er entschließt, es ist an der Zeit sich auszuziehen und eine Dusche zu nehmen. Die dann noch mal 5 Minuten dauert, bis uns der Killer endlich erlöst und ihn absticht. Tja, hät ihm mal jemand sagen sollen, dass in einem Brotherhood-Film unter die Dusche zu gehen so ziemlich ein Todesurteil dartstellt.

Ein paar andere Schüler finden kurz darauf seine Leiche und einer von ihnen kommt auf den abwegigen Gedanken das nur, weil sie die gefunden haben, dies ihre komplette Zukunft ruinieren würde und es die viel bessere Entscheidung ist, abzuhauen und nie jemandem davon zu erzählen. Höh?

Ein Jahr später sind alle, Betty, Schwartz, Amy, Ted und Randall plötzlich eingeladen worden, wieder in die Schule zu kommen. Nur Holden fehlt, weil der im Knast sitzt. Der komplette Rest des Filmes besteht daraus, dass die alle einzeln oder in kleinen Gruppen die Schule durchsuchen und ihnen überhaupt nichts passiert. Nun gut, nach und nach werden sie schon umgebracht. Schwartz (wer nennt eigentlich seinen einzigen schwarzen Charakter im Film so?) begeht beispielsweise ebenfalls den großen Fehler, plötzlich eine 5-minütige Dusche nehmen zu wollen. Aber die meisten Szenen bestehen daraus, dass sie leere Räume und Hallen lang gehen, während dieses nervige Herzklopfen aus Young Demons eingespielt wird, letztendlich aber nichts passiert, die Durchsuchung des Zimmers aber dennoch gut 10 Minuten dauern muss.

Und gegen Ende wird Amy von Holden angegriffen, der eine Rechnung mit allen offen hatte, da er bei der Polizei wegen des Mordes in der Schule von einem von ihnen angeschwärzt wurde. Doch Randall rettet sie und filmt sie dann dabei, wie sie den spontanen Einfall hat, einfach mal so vor sich hin zu reden, sie wäre die echte Mörderin. Nur was es Randall, der ihr zuvor kam, während sowohl Amy als auch Schwartz und Betty nach und nach ebenfalls mit dem Mordgedanken auf die Leiche einstechen. Anscheinend ohne zu merken, dass der irgendwie schon recht tot ist. Aber jetzt hat er ja Amys „Geständnis“ und ist fein raus.

The hell? Boah, macht der Film mal so überhaupt gar keinen Sinn. Zudem ist er mal wieder einer der langweiligen Einträge in die Reihe, da er sich viel zu ernst nimmt und einfach nicht genug dämlicher Blödsinn passiert. Genau genommen passiert nämlich die meiste Zeit rein gar nix, dass aber dann in viel zu langen Szenen. Scheint sich bei Brotherhood ja so ein Muster abzuzeichnen, dass die ungerade Nummern sterbenslangweilig sind, während die geraden recht unterhaltsamen Blödsinn liefern.

Es ist auch witzig, dass David DeCoteau angeblich immer felsenfest über die Serie behauptet, die Rollen sollen alle heterosexuelle Jungs sein, sie sind für ein heterosexuelles Publikum gedacht und er selbst sei auch hetero. Nun gut, vielleicht ist er das auch (oder bisexuell, gibt ja nicht nur entweder oder) und hat nur ein Erfolgskonzept für sich zu nutzen entdeckt: Homoerotische Horrorfilme. Denn die Filme sind definitiv nicht vorrangig mit einem heterosexuellen Publikum im Hinterkopf gemacht, dafür bekommt man zu sehr das Gefühl Filme von Jean-Daniel Cadinot vor sich zu haben, wenn der auch non-Pornos gemacht hätte. Höchstens für heterosexuelle Mädels, die gern dabei zusehen, wie hübsche schwule Kerle ungewöhnlich körperlich miteinander sind. Was auch erklären würde, warum es zwischen dem ganzen durchtrainierten Männerfleisch auch immer ein oder zwei Alibi-Mädels gibt, die es zwar brav auch auf das Cover schaffen (btw, warum sehen die Schauspieler auf dem Cover der Brotherhood-Filme immer so anders aus, als dann im Film an sich… und auch noch meist schlechter?), aber letztendlich zehnmal weniger Screentime als die Kerle haben, zehnmal unwichtiger für die Handlung sind und zehnmal weniger gut aussehen. Durchschnittsmädels umgeben von heißen Kerlen, die miteinander kuscheln.

In The Brotherhood V: Alumni scheint er das Vorgeben zumindest leid geworden zu sein, denn ungefähr zur Filmmitte entschließen sich zwei der Kerle es wäre nun Zeit Zungenküsse auszutauschen und sich dabei bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Das Ganze geht die üblich viel zu langen 5 Minuten + und wird doch tatsächlich damit beendet, dass einer der beiden sich abwendet und meint, er währe wohl doch noch nicht über seine Freundin weg. Der einzige Moment des Filmes, wo ich tatsächlich was zu Lachen hatte. Diesmal gibt es ganz erstaunlicherweise zum Ausgleich dann auch ein Mädel in Unterwäsche zu bestaunen, als Betty davon träumt, wie sie mit zwei der Kerle rum macht, während die Kamera recht obsessiv jedes Mal eine Großaufnahme liefert, wenn sich die Hände der beiden Typen „aus versehen“ dabei treffen :D Nicht ganz so witzig wie die andere Szene, aber fast, kommt sie doch so total random aus dem Nichts kurz vor Filmende.

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