Bromance Week – Young Demons

Eine Sache, die ich an der Reihe mag: Die Filme sind jeweils komplett neue Plots mit komplett neuen Charakteren, die absolut rein gar nix mit den anderen Filmen zu tun haben. Das hält sie etwas frischer, als jedes Mal einfach das gleiche Konzept erneut durchzukauen. Wo die Bruderschaft im ersten Film eine Studentenverbindung von Vampiren und im zweiten ein Hexerzirkel war ist sie diesmal… eine RP-Gruppe…

Die kommen ein Mal die Woche des Nachts in die Schule, um das langweiligste RP aller Zeiten unter der Führung von Lex zu veranstalten. Ernsthaft, die sind zwar alle entsprechend verkleidet (nennt man es dann LARP?), aber in der Schule ist trotz der Erwähnung von „Fallen und anderen Überraschungen“, die auf sie warten wollen, überhaupt nichts zu sehen und Lex gibt ihnen auch überhaupt gar keine Anweisungen, außer das es ihr Ziel ist, den Schatz zu finden. Sprich wir haben ein kleines Grüppchen wie für einen Mittelaltermarkt angezogenen Kids, die wie die letzten Trottel ziellos durch die immer gleichen dunklen Schulflure laufen. Kein Wunder, dass das Hobby verschrien ist, langweilig zu sein.

Aber Lex basiert das RP diesmal auf einem alten Zauberbuch, dass sein älterer Bruder ihm geschenkt hat, und somit ist diesmal alles was passiert real. Ohoho, wie gefährlich – wenn denn überhaupt was passieren würde. Denn unser Bösewicht in Rüstung tut letztendlich nichts, außer extrem langsam durch die Gegend zu laufen, während seine Opfer ebenso langsam vor ihm weg joggen. Powerwalking trifft’s schon eher. Das die nicht entkommen können, sondern letztendlich von ihm immer eingeholt werden, ist ein Wunder. Und was passiert dann? Er legt ihnen die Hand auf den Kopf und drückt sie nach unten aus den Shot, als wäre es jetzt Blowjob-Zeit. Verwandelt sie aber wohl in Dämonen oder so, auf jeden Fall haben sie beim nächsten Mal, wenn wir sie beim Nichtstun sehen, entsprechend zurecht gemacht Gesichter und tragen SM-für-Arme-Outfits. Alle sind übrigens erstaunlich schreckhaft, selbst wenn ihnen noch nichts passiert, dafür, dass sie es ja eigentlich gewöhnt sein müssten, durch eine verlassene dunkle Schule zu geistern, wo sie das doch wöchentlich machen und so. Dennoch erschreckt sich jeder ständig vor seinem eigenen Schatten.

Und der Plan hinter der ganzen Angelegenheit? Irgendein ein enorm ausgemachter Unsinn des älteren Bruders, der seinen RP und Wirklichkeit nicht mehr voneinander unterscheiden könnenden Bruder dazu ausnutzt, an diese Opfer zu kommen, um Ramses wiedererwecken zu können oder irgendein Schwachsinn in der Art, den er schnell auf die letzte Minute in drei Sätzen erklärt, bevor er ganz unspektakulär ausgeschaltet wird.

The Brotherhood III: Young Demons ist definitiv der langweiligste der Filme bisher. Es passiert wirklich überhaupt nichts. Endlos lange Szenen, in denen die Kids vor dem Kerl davon laufen, dabei ständig höchst dramatische Musik, ein nerviges Herzschlag-Geräusch, und alles, als ob die Szene nicht eh schon viel zu lang wäre, in Slow Motion. Musik und Slow-Mo werden selbst dann reichlich eingesetzt, wenn der Film einem eigentlich nichts zu zeigen hat, was groß dramatisch wäre. Da hat wohl jemand vorher 300 geschaut. Ernsthaft, ohne den ständigen Einsatz von Slow Motion wäre Brotherhood III gerade mal 30 Minuten lang.

Auch das Schauspiel ist das bisher schlechteste, und das bei den sowieso nicht gerade hohen Standards der Vorgänger. Und überhaupt fehlt einfach der Witz und Spaß an der ganzen Sache. Selbst hübsche Kerle und Shirtless-Time gibt es für einen Brotherhood diesmal erstaunlich wenig zu sehen, im Prinzip nur eine nennenswerte, und doch etwas seltsam-komische Szene: Einer von nur zwei sexy Kerlen des Filmes, der einen Barbaren oder so verkörpert und deswegen eh kaum mehr als einen Fell-Lendenschurz und –kniewärmer trägt, rutscht auf Blut aus, so dass sein ganzer Rücken voll ist. Da es ein RP ist, denkt er natürlich, es ist nur Fake und denkt sich nichts weiter dabei, aber unangenehm isses natürlich schon. Also geht er in die Turnhalle, zieht seine wenigen Klamotten auch noch aus und stellt sich mit seiner weißen Unterhose unter die Dusche. Übertrieben lange Slow-Mo-Duschszene beginnt. Dort bekommt er vom Bösewicht übrigens einen Dolch in den Arm gerammt, auch wenn man anschließend nicht wirklich groß ne Wunde sieht, was bedeutet, dass es anschließend einen weiteren ewig langen Slow-Mo-Shot gibt, wie er langsam erfolglos vor ihm weg powerwalked, nur in seiner vom Wasser halb durchsichtig gewordenen Unterwäsche, und dabei keuchend und seinen Arm mit der kleinen Schramme haltend, als ob er ihm abzufaulen drohe.

Aber ansonsten ist es wie gesagt ein erstaunlich langweiliger und unspektakulärer Film. Hoffentlich wird’s hiernach wieder besser.

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: