Let’s Play ~ Nier – 02. Kaine has quite the potty mouth

Argh, das Angeln in Nier! Story-bedingt muss es ein Mal gemacht werden, um einen Fisch zu fangen, der Niers Tochter heilen soll. Doch das Spiel ist so schlecht darin, die Prozedur zu erklären, zu zeigen, was man falsch macht, wenn es nicht funktioniert und überhaupt, wo nach dem Fisch geangelt werden soll. Ich stand da ne halbe Stunde, und bin dann erst mal gefrustet online gesprungen. Nier ist von „richtig spaßig und interessant“ zu „ich werd‘ es nie wieder anrühren, wenn ich da keine Hilfe finde“ gefallen, so hart zerstört das Angeln jeglichen Spielspaß. Hat sich heraus gestellt, dass sich das Spiel einfach nur hundsmiserabel erklärt. Ein paar bessere Tipps zum Angeln online gelesen und dabei auch rausgefunden, dass ich an der ganz falschen Stelle gestanden habe, und beim nächsten Versuch hab ich sofort einen Fisch dran gehabt und auch noch den richtigen. Ich würd jetzt sagen, vielleicht bin ich auch einfach nur zu Begriffstutzig gewesen, aber auf meiner Suche habe ich herausgefunden, dass fast jeder das Angeln abgrundtief hasst und es, nur auf die Anweisungen des Spieles achtend, total falsch angepackt hat und an der falschen Stelle probierte. Scheint also doch eher ein Problem des Spieles zu sein.

Gut, dank des Fisches scheint es ihr sogar besser zu gehen, zumindest tut sie so. Anschließend ging es auf eine Müllkippe voller Robotergegner… erinnerte mich thematisch etwas an Breath of Fire III… um die verschwundene Mutter zweier Jungs zu finden, damit sie Niers Schwert aufrüsten. Die ist schon seit über einer Woche fort, also ist eine Erfolgschance sehr gering und ich nahm ganz JRPG-Klischee an, dass sei dabei gestorben ist, nach einem besonders tollen Gegenstand zu suchen, um ihren Jungs ein besseres Leben zu gönnen oder eine ähnlich nette Scheiße. Aber dies hier ist Cavia, ich vergaß. Letztendlich haben wir ihre Leiche gefunden und so wie es aussieht, war sie dabei mit ihrem Geliebten durchzubrennen und ihre Söhne im Stich zu lassen. Hah!

Dann geht es zurück in Kaines Heimatstadt, wo der Boss zurückgekehrt ist. Relativ episch aufgezogener Kampf gegen den und Kaine ist nun ein Teammitglied. Echt witzig, wie der Boss gegen Ende Kaines Großmutter nachgemacht hat, um sie zu verwirren, was ja normalerweise bei JRPGs immer gut funktioniert, doch Kaine hat einfach einen Shitstorm zusammen geflucht und das Vieh umgebracht :D

Kaine bleibt übrigens den Städten fern. Hmm. Nur der nächsten Wüstenstadt nicht, weil sie mit denen gewisse Verbindungen hat. Dort reden alle ein seltsame Sprache und tragen Masken, was die Hälfte der Bevölkerung wie Pyramide Head aussehen lässt xD Wir müssen ihrem Prinzen im nahe gelegenen Dungeon helfen, dessen Motiv wohl Zelda war. Nicht nur geht es durch sieben Räume, durch die sich unter gewissen Konditionen gepuzzelt werden muss, sondern gegen Ende, wenn der Prinz die Königsmaske nimmt, gibt es sogar die 3D-Zelda-übliche „Item get“ Animation.

Etwas, wo man sich bei Nier erst dran gewöhnen muss, ist die Steuerung. So ist X wie üblich in den Menüs bestätigen und O abbrechen, doch Gespräche mit NPCs und Harvesting Spots initiiert man dann doch wieder mit O. Schon komisch, O zu drücken, um mit einem Verkäufer zu reden und dann im Einkaufsmenü X zur Bestätigung nutzen zu müssen, während O einen sofort wieder raus wirft. Braucht ein wenig.

Auch die Kamera ist nicht ganz so pralle. Zunächst einmal bewegt sie sich gar nicht von alleine, wenn sie ihren Winkel ändern soll, muss das schön selbst mit dem rechten Analogstick gemacht werden. Unter den gefühlten dreitausend Optionsmöglichkeiten hab ich nun zwar auch gefunden, dass dies umgestellt werden kann, aber Kamerafolgen selbst komplett hoch gedreht, ist sie immer noch sehr langsam. In Situationen, wo viel hin und her ausgewichen wird oder man einen Boss umkreist etc. muss also permanent die Kamera selbst nachjustiert werden, da Nier dummerweise keinerlei Lockon-Funktion hat. Das führt schon immer mal wieder nicht gerade zu den übersichtlichsten Aktionen.

Ansonsten bin ich immer noch von den Details im Spiel sehr eingenommen. Beispielsweise die Musik im Heimatdorf. Zunächst läuft es nur als Instrumental-Track, sobald man der Dorfsägerin allerdings nahe kommt, mischt sich ihr Gesang darunter. Und in der großen Bibliothek läuft wieder ein ganz anderer Remix des Themas. Das gibt es sehr häufig, dass in Bereichen einer größeren Ortschaft oder nahe beieinander gelegenen Lokalitäten ähnliche Melodien laufen. Macht die Übergange viel flüssiger.

Auch gab es ein nettes Easter Egg im Prolog des Spieles, wie ich nun herausgefunden habe. Bei einer Kamerafahrt über die zerstörte Großstadt gibt es die Sillhouette einer Landmarke im Hintergrund zu sehen. Als ich das gesehen hatte, dachte ich mir nur so nebenbei „witzig, der Turm sieht ein wenig wie der Fernsehturm in Berlin aus“, ohne weiter drauf zu achten. Wie ich jetzt gelesen habe, ändert sich das angeblich tatsächlich und referriert die Region, in der die PS3 eingestellt ist. So zeigt eine japanische PS3 den Tokyo Tower, eine britisch eingestellte Big Ben und halt meine deutsche den Fernsehturm :D Funny.

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