Let’s Play ~ Nier – 01. Weiss is very cynical and british

Ich hab mir also endlich Nier zugelegt und eine PS3 geklaut, um es überhaupt spielen zu können :D Schon das Opening gibt mir wunderbare Drakengard-Vibes (von denen ersteres trotz einiger Gameplay-Schwächen immer noch eines meiner liebsten PS2-Games ist und mit Inzest, Völkermord, Kanibalismus, Pädophilie, Suizid und Dämonenföten wohl auf ewig das fieseste Spiel sein wird, welches das SquareEnix-Logo auf dem Cover hat). Ist ja ebenfalls von Cavia :3 Nur das Nier im Gegensatz zu den Drakengard-Games sogar Presse und gar nicht mal schlechte bekommen hat.

Nier startet in der Ruine einer modernen Großstadt, ein Vater kämpft gegen die Shades, um seine kranke Tochter zu verteidigen. Doch er ist zu schwach, also muss er mit einem magischen Buch einen Packt eingehen, um sie besiegen zu können.

Und dann springt das Spiel plötzlich überraschend spezifische 1312 Jahre in die Zukunft, in der Nier und seine immer noch kranke Tochter in einem Mittelalterfantasy Dörfchen ihr Dasein fristen. Die besinnnliche Optik täuscht allerdings, denn die Welt liegt im Sterben und eine Seuche breitet sich immer weiter aus. Nier verdient sich seinen Unterhalt mit Aufträgen, vom Schlachten von Schafen, Sammeln von Kräutern bis zum Zurückschlagen von Shades.

Der in der Bibliothek beheimateten Dorfvorsteherin traue ich übrigens schon mal gar nicht über den Weg. Sie ist jung, hübsch, freundlich, selbstlos, immer gut drauf und herzensgut. Solche Leute in Games und Anime haben immer eine Armee an Leichen im Keller.

Nier ist übrigens nicht gerade eine Leuchte, erzählt er doch seiner totkranken Tochter von einer Blume, die angeblich alle Wünsche erfüllen, sie also auch wieder gesund machen sollen kann, nur um sich dann zu wundern, dass sie sich alleine auf den Weg in eine verlassene Ruine macht, wo diese wachsen soll, sobald er ihr den Rücken zu kehrt. Hurr durr!

Ihr hinterher gerannt, muss er sie vorm ersten Boss retten, wozu er erneut einen Packt mit einem Buch, Grimoire Weiss, schließen muss. Die Dorfvorsteherin erzählt im anschließend von einer Legende: Das Grimoire Noir bringt Chaos und Tod über die Welt und das Grimoire Weiss kann es aufhalten. Okidoke, wie und wo weiß aber keiner, ist ja nur eine alte Legende und so. Derp!

Der Dorfälteste eines Nachbardorfes soll mehr wissen, aber dort angekommen hilft er uns nicht, weil sie von Shades angegriffen werden und Nier nicht trauen. Bah! Auf dem Weg raus wird Kaine, ein Mädel in Lingerie gekleidet, die Flucht wie ein Seemann, angetroffen und der nächste Boss geplättet. Anschließen tut sie sich allerdings noch nicht.

Spielen tut es sich in den Kämpfen bisher erst mal ähnlich Drakengard in bester Hack’n Slay Manier, allerdings ohne die großen Dynsasty-Warrior-esquen Gegnerhorden. Außerdem bestehen viele der Magien aus Projektielattacken und gerade Bosse können mit ihrer die Kämpfe schon erstaunlich nah an Bullet Hell Shooter bringen :D Interessante Idee.

Im Gegensatz zu den sehr fokusierten Drakengards kann in Nier allerdings reichlich gesidequestet werden. Überall gibt es shiny Harvestspots, um diverse Materialien zu sammeln, Samen können im Garten angepflanzt werden, ich bin mir ziemlich sicher ab der nächsten Stadt kann ich auch fischen und die Dorfbewohner haben einige „Sammel das/Spiel Postbote für“-Missionen auf Lager. Sogar einen Eber kann ich reiten, launig. Genau wie brutalter Wildleben-Mörder zu spielen. Denn auch Schafe, Ziegen, Hirsche und andere wilde Tiere, die einem erst Mal gar nix tun, können angegriffen werden, um diverse Rohmaterialen zu bekommen. Es ist spaßiger, als man sich eingestehen will, hilflose Schafe en masse zu töten, dass die Felder im wahrsten Sinne mit Blut getränkt werden ;P Denn das fliegt mal wieder reichlich.

Was mir besonders gefällt, sind auch viele kleinen Touchs im Spiel. Die netten Tagebucheinträge von Niers Tochter, die manchmal die Ladezeiten zieren. Oder ihr Schatten, der beim „Now loading“ winkt, oder läuft und manchmal auch stolpert und hinfällt. Awww~ Auch gibt es jede Menge zynischer Kommentare von Grimoire Weiss in seinem herrlichen britischen Akzent. Er und Nier reden regelmäßig nebenbei, nicht nur über das aktuelle Hauptsziel, sondern auch die angenommenen und ausgeführten Nebenmissionen. Weiss erinnert mich wirklich an die Drachen aus Drakengard, die ja auch immer einen spitzen Kommentar aus dem Off auf Lager hatten.

Und die Musik! Gute Güte die Musik! Nier hat einen phänomenalen Soundtrack. Vom Opening, zum Battle Theme aber auch die einfachen BGMs der Dörfer und Landschaften, ich habe bisher noch nichts in dem Spiel zu hören bekommen, wo ich nicht erst mal kurz inne gehalten und „Wow“ gedacht habe.

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: