Tomie vs. Tomie

8 Filme! Die Tomie-Reihe hat es erstaunlich weit gebracht, wenn man mal bedenkt, dass sie von Anfang an nicht gut war und auch nie wesentlich besser wurde.

Kazuki scheint es wieder gut zu gehen: Die Therapie ob des Todes seiner Freundin konnte er endlich beenden und einen neuen Job in einer Mannequinfabrik hat er auch. Bis er eines Tages zu deren wahren Chefin geführt wird: Tomie. Die sieht genau aus, wie seine tote Freundin, weswegen er nicht sonderlich angezogen von ihr ist. Tomie, eigentlich gewöhnt dass sie jeder so sehr liebt, dass es ihn wahnsinnig macht, interessiert sich dadurch natürlich nur noch mehr für ihn.

Doch eine weitere Tomie ist unterwegs und versucht die Fabrik-Tomie zu töten, die allerdings die andere Tomie erledigt und mit Kazuki flüchtet. Beide werden dorthin gelockt, wo Kazukis Freundin gestorben ist, von einem von Tomies Verehrern, der allerdings zusammen mit ihr das Leben lässt. Kazuki erinnert sich nun: Er hat seine Freundin umgebracht, verbrannt und dann die wenigen nicht brennbaren Überreste gegessen, auf dass sie ewig zusammen sein werden. Da bricht die daraus in ihm angewachsene Tomie auch schon aus seiner Bauchdecke.

Mit Tomie vs. Tomie geht nun die langweiligste Horrorfilmserie aller Zeiten also zu Ende. Vorerst zumindest, ähnlich wie Ju-On scheinen die Japaner die Serie ja nach ein paar Ruhejahren immer wieder gern rauszuholen. So gesehen bezieht sich der Werbespruch „Tomie never dies“ nicht nur auf die Hauptfigur, sondern auch die Serie an sich. Auch der hiesige Film ist nicht besser. Wie immer billig gedreht, unnötig verkompliziert erzählt, obwohl eigentlich letztendlich kaum was passiert. Die vorigen Filme haben ja immer mal wieder angeschnitten, dass sich die Tomies untereinander abgrundtief hassen, aber nie weiter eine Erklärung dazu abgegeben. Hier ist das das Zentralthema. Scheitert aber daran, dass die Tomies wie immer meist passiv in der Gegend rum stehen und die Männer machen lassen, die aber eher wie verwirrte Hühner durch die Gegend spasten. Irgendwie haben die Tomies hier auch eine Krankheit, die sich langsam ausbreitet… vielleicht ist das der Grund des Kampfes, die letzte Überlebende ist geheilt oder so… aber irgendwie verliert der Film entweder nie eine Erklärung zur Krankheit oder sie ging irgendwo in den Babelfish-Untertiteln, in denen man ihn leider nur bekommen kann, unter. Auch interessant: Nachdem 7 Filme so klar gemacht haben, dass Tomie niemals sterben kann, sondern immer wieder kommt, sterben sie hier. Seltsam.

Der charmanteste Fehler in den Untertiteln ist übrigens, wenn sie Tomie nicht „I’m so bored“ sondern „I’m very boring“ sagen lassen. Schöne Selbsterkenntnis Tomie.

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Ein Kommentar

  1. Nun hab ich mich durch 8 wundertolle Blogartikel gekämpft, weil ich doch noch wissen wollte wie’s ausgeht und ob vielleicht eine glanzvolle Ausnahmeepisode zum Vorschein kommt. Dank dir muss ich mir den Mist zumindest nicht mehr in audiovisueller Form antun, deine Warnung ist angekommen.^^

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