Urotsukidoji III

Nachdem Urotsukidoji II nun Amano mit Münchhausen und dem Chojin mit Kyo-Oh einen Gegenspieler gegeben hat, kann es also endlich in der Timeline voran gehen. Und zwar 20 Jahre nachdem am Ende der Ursprungstrilogie die Welt von Nagumo zerstört wurde. In dieser postapokalyptischen Zukunft hat sich mit den Makemonos eine vierte Rasse gebildet und jemand Namens Cäsar auf den Ruinen Tokyos seine Herrschaft erbaut, die sich früher oder später die ganze Welt einverleiben soll (off course!), auch durch die Hilfe seines Untergebenen Faust, wie sich Münchhausen nun nennt, der versucht Kyo-Oh zu erwecken.

Das führt dazu, dass der Chojin frühzeitig geboren wird, um sich Kyo-Oh, auch das Böse des Ostens genannt, entgegenstellen zu können. Laufbursche Amano darf suchen gehen. Dummerweise wird allerdings auch Buju, eigentlich nur der Anführer einer raubenden und vergewaltigenden Makemono-Bande, als Böses des Ostens bezeichnet, was ihn ins Fadenkreuz Amanos und Cäsars bringt. Cäsar fängt Buju, dem aber von dessen geliebten Tochter Alector, die er wie einen Vogel im golden Käfig wegsperrt, zur Flucht verholfen wird im Austausch, dass er sie mit in die Außenwelt nimmt. Dort angekommen treibt Buju es mit ihr und sie beschließt, nun in ihn verliebt zu sein (Pfft, Jungfrauen). Außerdem finden sie das Baby Himi, niemand anderes als Kyo-Oh.

Cäsars Truppen finden sie, Münchhausen versucht Kyo-Oh sich Untertan zu machen, während Alector weg gesperrt und Buju getötet, jedoch von Kyo-Oh wiedererweckt wird, da sie ihn als ihren Beschützer auserkoren hat. Amano macht sich für eine weitere Auseinandersetzung mit Münchhausen bereit, Buju für seine mit Cäsar und die unterdrückten Makemono-Sklaven beginnen ihren Sturm auf Cäsars Palast. Ergo, an diesem Punkt scheinen alle Weichen für ein baldiges Finale gestellt zu sein. Allerdings ist gerade mal die zweite Episode zu Ende, also die Halbzeit der Serie erreicht.

Und was ebenfalls erreicht ist, ist der Wendepunkt der Reihe. Urotsukidoji ist gut. Urotsukidoji II zwar nicht, aber eben auch nicht schlecht, sondern der Serie lediglich nicht sonderlich treu und insgesamt recht mittelmäßig und wenig erinnerungswürdig, aber während des Schauens durchaus halbwegs Ok. Die erste Hälfte von Urotsukidoji III ist auch ganz gut, die zweite dafür umso weniger.

Da sich irgendwie alles in der zweiten Episode schon rasch auf ein Finale zu bewegt hat, allerdings noch zwei weitere Folgen gefüllt werden wollen, dreht sich die Serie einfach ein wenig im Kreis. Die zweite Hälfte ist voller Subplots und Erzählebenen, die zu nichts führen und der Gesamtsituation wenig beizutragen haben, dafür aber scheinbar ewig zur Beendigung brauchen und vor allem auch alle gleichzeitig passieren, wodurch wieder und wieder zwischen ihnen hin- und hergewechselt werden muss, was sie nur noch träger und länger erscheinen lässt. Der ganze Charakter des D-9 und sein Subplot sind ein Paradebeispiel dafür, da sie erst in der letzten Episode auftauchen, keinerlei Relevanz haben und scheinbar nur Spielzeit füllen sollen. Die Serie beginnt unter der Anzahl an unnötigem Material zu ersticken und wenn dann endlich das Finale kommt, ist’s auch nicht so prickelnd interessant. Von den cool inszenierten Monsterfights in den Vorgängern oder der Devilman-Reihe ist die hiesige Action zumindest weit entfernt.

Man mag fast den Anschein bekommen, das Team hinter der Serie wäre nach der 2. OVA komplett ausgewechselt worden und das neue habe keine Ahnung gehabt, wohin mit dem bisherig geschehenen. Und als wäre die Serie gleich auch noch auf 4 Folgen aufgestockt worden. Die beiden Hälften wollen einfach nicht so richtig zusammen passen.

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