The Evil Dead

Ahh~, die Evil-Dead-Reihe, einer der Horrorklassiker. Bei mir fallen die Filme in die „so gut wie neu“-Kategorie: Ich habe sie zwar schon gesehen, aber erst ein Mal als ich 13 war oder so, also ist es lang genug her, als das ich (so gut wie) nichts mehr weiß. Ich erinnere mich an ein paar Kleinigkeiten aus dem ersten Film (die Baumszene, die Falltüre etc.), allerdings nicht viel; daran das ich den dritten Teil nur ein paar Minuten anhatte und dann nie weiter geschaut habe; und das ich sie nicht halb so eklig und gory fand, wie ihr Ruf einem glauben macht.

Wie so häufig in solchen Filmen ist eine Gruppe befreundeter Teenies auf dem Weg Urlaub allein in einer Waldhütte im Nirgendwo zu machen. Das Teil sieht schon nicht sonderlich einladend aus, aber in dem Alter ist man ja nicht wählerisch. Das sie dort ein Buch voller seltsamer Schriftzeichen und dämonischer Bilder zusammen mit dem Tonband eines Mannes finden, der jenes erforschte und behauptet, damit könne man das Böse beschwören, weckt eigentlich auch nicht weiter ihr Interesse. Selbst nachdem eines der Mädels im Wald Stimmen hört und dem selbstverständlich ganz allein in die Dunkelheit folgt und anschließend halb nackt und voller Dreck und Blut verstört wieder kommt, und behauptend ein Baum habe sie vergewaltigt, tun das alle auf ihre überspannten Nerven ab. Die übliche Charakter-Dummheit also, die dazu führt, dass Horrorfilme überhaupt ins Rollen kommen, anstatt mit von logischem Menschenverstand angetriebenen Entscheidungen im Keim erstickt zu werden. Es kommt also, wie es kommen muss und die böse Macht nimmt von einem nach dem anderen Besitz, dem nur entgegen gewirkt werden kann, in dem man sie in Stücke haut.

The Evil Dead ist ein herrlich schnörkelloser Film. Teenie-Gruppe geht an den Arsch der Welt und schlimme Dinge passieren ihnen. Es dauert lediglich 10 Minuten, bis die ersten seltsamen Ereignisse geschehen, weitere 10 bis die Baumszene den ersten Höhepunkt setzt und noch nicht mal ganz bei der halbstündigen Marke bricht so richtig die Hölle los und hängt von da an bis zum Ende nicht durch. Ein herrlich schneller Ablauf. Über die Charaktere findet man weiter nix raus, außer dass sie befreundet, je zwei der 5 ein Paar sind und der blonde irgendwie ein Arsch ist. Mehr will man vom Kanonenfutter eigentlich ja auch nicht wissen. Die Action ist durchgängig, einige Szenen herrlich blutig (wenn auch wie bereits erwähnt nicht halb so schlimm, wie der Ruf der Filme vermuten lässt) und hin und wieder vereinzelt ist was auch recht komisch. Einige Szenen sind überraschend gut arrangiert, wenn Ash als einziger Überlebender fast schon wahnsinnig ins Finale geht super umgesetzt und mehr Unterhaltungswert als hier wird man in einem Trash-Horror kaum finden.

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3 Kommentare

  1. Ist der erste Evil Dead eigentlich ähnlich schräg humorvoll wie Evil Dead II bzw. Army of Darkness? Die fand ich ja göttlichst.

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  2. Nein, nicht mal annähernd so witzig wie Teil 2. Hin und wieder ein wenig, einfach weil alles so extrem und billig und ein bissarl dämlich ist, aber ich glaub selbst dann meist nicht gewollt.

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  3. Teil 1 hat sich tatsächlich noch als ernshafter Horrorfilm verstanden, erst ab Teil 2 hatte man sich eindeutig für die humorige Richtung entschieden. Wohl schon alleine weil die Regisseure gemerkt haben, dass die Baumszene herrlich lächerlich war.
    Definitiv ein netter Film. Warum er damals auf dem Index gelandet ist, verstehe aber wer will…

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